Wiener Klassik mit viel Berlin-Bezug

Die Dortmunder
Philharmoniker unter Leitung des jungen Dirigenten Justus Thorau
(seit Herbst 2018 1. Kapellmeister am saarländischen Staatstheater),
lud Musikfreunde am 27.05.2019 zum 3. Konzert Wiener Klassik unter
dem Motto Berlin in das hiesige Konzerthaus.

Auf dem Programm
standen Werke von drei Komponisten des 19. Jahrhunderts, die eine
besondere Beziehung zur Musikmetropole Berlin. Diese Stadt zählte um
1800 schon über 150.000 Einwohner und hatte eine wachsende
Anziehungskraft und Einfluss für vielen Kulturschaffende.

Da wäre zunächst
E.T.A Hoffmann (1776 – 1822) mit seiner Sinfonie Es-Dur. Auch wenn
ihn im Laufe seines Lebens zuweilen in andere Städte trieb, blieb
Berlin doch immer ein Zentrum seines Wirkens. Vielen ist Hoffmann
eher als Vater der fantastischen romantischen Literatur bekannt.

Bei ihm mischten
sich jedoch Musik und Literatur und als Komponist war er vor allem
ein Verehrer von Wolfgang Amadeus Mozart. Im Jahr 1805 machte er
sogar aus „Theodor Wilhelm“ „Theodor Amadeus“.

Kirill Troussov spielte das Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. (Foto: © Marco Borggreve)
Kirill Troussov spielte das Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. (Foto: © Marco Borggreve)

Seine Sinfonie
Es-Dur ist durchaus (wie damals üblich) an die von Mozart (KV 543)
angelehnt. Das merkt man vor allem beim ersten Satz mit seiner
feierlichen Einleitung. Die verarbeiteten Themen sind aber von ganz
anderer Natur. Es strebt zunächst ausgestattet mit Trillern in die
Höhe, um nach einem kurzen Verarbeitungsteil in einer musikalischen
Rekapitulation zu enden.

Der zweite Satz
Andante con moto (gleiche Satzbezeichnung wie bei Mozart) ist wieder
ähnlich verspielt wie wir es von Mozart kennen. Das Menuett hat dann
etwas Fantastisches und skurriles, wie es nur von E.T.A. Hoffmann
kommen kann. Es folgt ein furioses Finale, das wieder an Mozart
erinnert.

Vor der Pause wurde
dem Publikum noch die Ouvertüre G-Dur des italienischen Komponisten
Luigi Maria Cherubini (1760 – 1842). Er zählt ebenfalls zu der zu
Unrecht vernachlässigten Kategorie von Komponisten. Bis Ende des
Zweiten Weltkriegs waren seine Handschriften und Partituren für
lange Zeit in der Berliner Staatsbibliothek zu finden. Nachdem sie
danach in Krakau verbracht wurden, sind sie nun in einer Werksausgabe
seit vier Jahrzehnten der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Ouvertüre
G-Dur, eine Sammelbestellung der Londoner Philharmonic Society,
entfacht nach einer eher langsamen Einleitung bis zu seinem an Tempo
reichen effektvollen Schluss viel dramatisches musikalisches Feuer.
Das wurde auch vom Meister Ludwig van Beethoven sehr geschätzt.

Nach der Pause
erfreute die Philharmoniker unter schwungvoller Regie von Justus
Thorau und den in St. Petersburg geborenen und in München wohnenden
Violinisten Kirill Troussov mit dem Violinkonzert e-Moll von Felix
Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847). Dieser hatte einen Großteil
seiner Kindheit und Jugend in Berlin verbracht, litt aber immer unter
den unterschwelligen nationalistisch-antisemitischen Ressentiments
der Umgebung.

Sein Violinkonzert
ist nicht nur wie aus einem Guss, sondern bietet auch kleine
Überraschungen. So wurden etwa die musikalischen Themen am Anfang
nicht vom Orchester vorgestellt, sondern gleich im zweiten Takt von
der Violine. Der technisch brillante Violinist hatte schnell
Gelegenheit, sein Können und spielerische Sensibilität zu zeigen.
Schwelgerisch, leichtfüßig und filigran begeistert das Konzert. Das
Allegro molto vivace liefert zum Ende einen prickelnden aufgeräumten
Abschluss.

Als Zugabe für das
begeisterte Publikum gab in diversen Variationen (mit
Orchester-Unterstützung) das alte neapolitanische Lied „Carnevale
di venezia“ (Niccolo Paganini), vielen besser bekannt als „Mein
Hut der hat drei Ecken“.




Klangvokal 2019 – Jazz vom Feinsten von Indra Rios-Moore

Im Rahmen des
Klangvokal Musikfestivals stand am 23.05.2019 im Dortmunder domicil
afroamerikanischer Jazz der New Yorker Künstlerin Indra Rios-Moore
auf dem Programm.

Mit ihrem Debütalbum
„Heartland“ hatte sie mit ihrer warmen voluminösen Stimme schon
weit über die grenzen Amerikas Furore gemacht. Ihr neueste Album
heißt „Carry my heart“.

Begleitet wird die
Künstlerin instrumental auf hohem Niveau von ihrem dänischen
Ehemann Benjamin Traerup am Saxophon, dem Bassisten Thomas Sejthen
(Dänemark) und dem norwegischen Schlagzeuger Knut Finsrud.

Die einfühlsame Musik der Kosmopolitin ist zwischen Jazz, Gospel, Folk und Pop angesiedelt. Rios-Moore (und Band) muss man live erleben, um ihre besondere Wirkung und Kraft zu spüren. Sie singt nicht nur
mit ihrer starken Stimme, der ganzer Körper „Singt“ praktisch
mit und dient als Ausdrucksverstärker.

Indra Rios-Moore und ihre Mitmusiker Benjamin Traerup (Saxophon),  Bassist Thomas Sejthen  und Schlagzeuger Knut Finsrud. (Foto: © Anja Cord)
Indra Rios-Moore und ihre Mitmusiker Benjamin Traerup (Saxophon), Bassist Thomas Sejthen und Schlagzeuger Knut Finsrud. (Foto: © Anja Cord)

Neben eigenen
Kompositionen interpretiert sie hauptsächlich Songs von bekannten
Künstlern, die auch schon ihre Mutter mochte, auf eine ganz
individuelle eindrucksvolle Weise.

Das Programm bot dem
Publikum unter anderem Interpretationen von „Damage Done“ (Neil
Young), „Money“ (Pink Floyd), „Heroes“ (David Bowie) oder das
auf Spanisch gesungene mexikanische Liebeslied „Bésame
Mucho“. Mit viel Sensibilität und Wärme dargeboten, aber nicht
sentimental.

Nach
der Pause durfte auch der Jazz-Klassiker „Summertime“ in einer
wunderschönen Version
nicht fehlen.

Auf
eine eigen sanfte Art ist ihre Musik aber auch ein Statement gegen
die aktuelle Politik der US-Regierung unter Donald Trump, bei der die
Macht des Geldes der Entmenschlichung
Tür und Tore öffnet.
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Frauenfeindlichkeit
und bekommen immer mehr Raum in der politischen und sozialen Realität
ihres amerikanischen Heimatlandes.(Leider nicht nur dort).

Auf
eine persönliche sanften Art möchte die Künstlerin mit ihren
„sanften musikalischen Mitteln“ Mut machen, der Kaltblütigkeit
und dem Klima der Furcht durch Liebe und Empathie Widerstand zu
leisten.

Das
Publikum wurde in ihren Bann gezogen und als Zugabe mit einer
berührenden Version von „What a wonderful World“ (Louis
Armstrong) entlassen.




Julia Wissert ist die neue Leiterin ab Spielzeit 2020/2021 für das Schauspiel Dortmund

Nun ist es amtlich.
Ab der Spielzeit 2020/2021, nach zehn innovativen Jahren unter Kay
Voges als Intendant des Schauspiels Dortmund, folgt die 34-jährige
Julia Wissert als jüngste Intendantin Deutschlands. Die in Freiburg
geborene Julia Wissert hat bisher schon einige Erfahrungen an
verschiedenen Theatern wie etwa das Maxim Gorki Theater, Theater
Luzern, Schauspielhaus Bochum oder am Nationaltheater Brno als
Regisseurin sammeln können. Die Position der Chefdramaturgin und
Co-Intendantin übernimmt Sabine Reich.

Wie Kulturdezernent
Jörg Stüdemann beim Pressetermin im Rathaus erklärte, war sich die
Findungskommission schnell eins. In der Ratssitzung vom 23.05.2019
wurde sie mit überwältigender Mehrheit gewählt. Sie ist gleich
sehr gefordert und es wird ein harter Start in der relativ kurzen
Zeit bis da hin.

Was erwartet das
interessierte Theaterpublikum?

Inhaltlich geht es
ihr darum, im Kontakt der hiesigen Stadtgesellschaft zu erforschen,
welche relevanten Bereiche noch nicht vertreten sind. Was erwartet
ihr vom Theater? Was fehlt? Was sind deine Themen? Das können die
Fragen sein, die zur Diskussion stehen.

Sie sieht die Stadt
als Partner und das Publikum nicht nur als Konsument. Die
Stadtgesellschaft ist, so Sabine Reich, eine Kraftquelle, und das
Theater dient als Experimentierfeld.

Das Schauspiel Dortmund geht ab 2020/21 neue Wege mit Julia Wissert (2.v.l.). Mit dabei ist ihre neue Chefdramaturgin Sabine Reich (3.v.l.). Es gratulieren Kulturdezernent Jörg Stüdemann (links) und der geschäftsführende Direktor Tobias Ehinger.
Das Schauspiel Dortmund geht ab 2020/21 neue Wege mit Julia Wissert (2.v.l.). Mit dabei ist ihre neue Chefdramaturgin Sabine Reich (3.v.l.). Es gratulieren Kulturdezernent Jörg Stüdemann (links) und der geschäftsführende Direktor Tobias Ehinger.

Programmatisch soll
es eine ästhetische Variationsbreite geben. Das beinhaltet
Stückentwicklungen, Performances, Projekte zwischen Kunst und
Kultur, oder aber klassische Theater in neuer modernisierter
Bearbeitung. Es stellt sich ja immer die Frage, welche Literatur
heute noch angemessen ist, so Stüdemann.

Eine Zusammenarbeit
mit der neu gegründeten Akademie für Digitalität und Theater kann
sich die neue Intendantin zukünftig auch vorstellen.

Geplant sind auch
regelmäßige Projekt im Stadtraum.

Strukturell stellt
sich die Frage: Wie wollen wir im Theater in der Zukunft zusammen
arbeiten?

Ihr Ziel ist, dass
Theater inmitten der Stadt zu verankern. Die Diversität soll
widergespiegelt werden.

Wie das neue
Ensemble aussehen und wer von dem alten, sehr mit Kay Voges
verbundenen SchauspielerInnen noch dabei sein wird, ist noch unklar.

Da das Theater auch
für Werte stehen sollte, möchte Wissert auch gegen strukturelle
Missstände dort vorgehen. Sie machte zuletzt mit einer unter anderem
von Ihr mit entworfenen Anti-Rassismus-Klausel Furore. Diese ist, wie
die zukünftige Intendantin des Dortmunder Schauspiels betonte, nur
als Einladung zum Dialog gedacht. Es soll keine Möglichkeit sein,
mithilfe der Rassismus-Keule schnell eine Kündigung durchzubekommen.

Genaue Bedingungen
und juristischen Feinheiten müssen solche Vertragsklauseln jedoch
genau geprüft werden, so der Kulturdezernent.

Ein weiterer Schritt
in der Zeit des Auf- und Umbruchs steht bevor.

Miteinander
diskutieren und reiben als nur auf negative Phänomene und Probleme
zu reagieren, ist das Motto der zukünftigen Intendantin.




„Irrgarten des Wissens“ als theatrale Sinfonie

Am 25. Mai 2019 um
18:00 Uhr hat im Schauspiel Dortmund als letzte Premiere in dieser
Spielzeit die Stückentwicklung „Im Irrgarten des Wissens“ unter
der Regie von Thorleifur Örn Arnarsson seine Premiere. Er komponiert
gemeinsam mit dem Autor Mikael Torfason eine Art theatrale Sinfonie
über Grenzbereiche des Lebens, Geburt und Tod, Vergänglichkeit, die
persönliche Perspektive von Geschichte und das Vergessen.
„Geschichte ist eine Spirale und die Motive treten leicht verändert
wieder auf“, so der Regisseur.

Arnarsson ist ein
Regie-Shootingstar, der den Faust-Theaterpreis 2018 für seine
„Edda-Inszenierung“ in Hannover erhalten hat und ab der Spielzeit
2019/2020 Schauspieldirektor an der Berliner Volksbühne tätig sein
wird.

Für ihn ist Theater
ein gesellschaftlicher Ort, ein „Labor im geschützten Rahmen, um
gesellschaftliche Prozesse zu reflektieren“. Dabei sind die
Ensemble-Mitglieder mit ihren persönlichen Blickwinkeln und
Erinnerungen eine wichtige Kraftquelle.

Das Projekt wird
eine kollektive Mammut-Aufgabe, bei der das gesamte Ensemble samt
Sprechchor, alle Abteilungen des Schauspiels wie die Technik,
Multimedia-Abteilung, Dramaturgie, Beleuchtung, Ton, Maske und
Garderobe zusammenwirken.

Dieses mehrstündige
Sommertheaterspektakel geht quer durch das Schauspiel und betrifft
auch das Foyer oder den Theatervorplatz.

Die beteiligten
Akteure schöpfen nicht nur aus dem reichhaltigen Gedächtnis von
über 3000 gelebten Jahren, sondern weben auch ihre ganz persönlichen
Erinnerungen zu einem rauschhaften Geflecht aus Geschichten, Szenen,
Bildern und Musik.

Material für dieses
Abenteuer sind 100 Personen aus der Menschheitsgeschichte, wie
Sisyphos, Mozart, Juri Gagarin, Magda Goebbels bis hin zu Beyoncé
oder Susan Sontag. Ergänzt wird es durch die Biografien von
Dortmunder Bürgern der Gegenwart. „Das
Theater ist der einzige Ort, wo ein kollektives Zusammentreffen und
Auseinandersetzung mit der Gesellschaft stattfindet“, erklärte der
Regisseur. Das Publikum bekommt zunächst eine Art „Landkarte“
für den Abend.

Es
beginnt im Zentrum des Schauspiels auf der Bühne. Dort ist alles
zunächst nur schemenhaft zu erkennen. Die Drehbühne fährt ihre
Runden. Dann erscheint ein Mensch in der Stille und erzählt seine
Geschichte …

Nicht nur wie hier auf der großen Bühne, sondern auch an anderen Orten kann der "Irrgarten des Wissens" besucht werden. (Foto: © Birgit Hupfeld)
Nicht nur wie hier auf der großen Bühne, sondern auch an anderen Orten kann der „Irrgarten des Wissens“ besucht werden. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Somit
entsteht ein Theatererlebnis, das sich von der großen Bühne wie ein
Flusslauf auf das ganze Theatergebäude zieht, wo eine immer
persönlichere Auseinandersetzung in Form eigener Texte der
Schauspieler und Performances möglich
ist. Man
könnte aber auch auf seinem Platz im Schauspiel sitzen bleiben und
verfolgen, was dort weiter
passiert. Für
die Livemusik
auf der Bühne ist der französische Multi-Instrumentalist Gabriel
Cazes verantwortlich.

„Im
Irrgarten des Wissens“ ist ein bildgewaltiges und intimer
gesellschaftlicher
Mikrokosmos
über die Grenzbereiche des Lebens, für das man
viel Zeit lassen sollte.

Deshalb
finden am Premieren-Tag und an den Vorstellungen am Wochenende
jeweils in einer ca. sechsstündigen Extendet Version (Beginn 18:00
Uhr) statt. Unter der Woche wird eine gekürzte Version (Beginn
19:30) gespielt.

Informationen
zu den weiteren Vorstellungsterminen erhalten Sie wie immer unter
www.theaterdo.de oder 0231/ 50
27 222.




Fotodrucke als visuelle Kommunikation

Die Artothek in der
Dortmunder Stadt- und Landesbibliothek zeigt vom 21. Mai bis zum 28.
Juni 2019 unter dem Motto „Visuelle Kommunikation: Sehen >
Verstehen >?!“ zweiundzwanzig Direktdrucke auf Alu-Dibond der
hiesigen Fotografin Rita-Maria Schwalgin. Die Künstlerin kombiniert
schwarz-weiße, von ihr computergenerierte philosophische
QR-Code-Botschaften mit Dortmunder Fotografien, etwa aus dem alten
Industriegebiet Phönix-West, dem Dortmunder U oder dem Signal Iduna
Park (ehemals Westfalenstadion).

Was hinter den
QR-Codes der sieben ausgestellten Werke steckt, können die
Besucherinnen und Besucher mit ihren Smartphones herausfinden. Hinter
den vier- beziehungsweise neunteiligen QR-Bereichen stehen immer
konkrete Aussagen wie etwa „die Würde des Menschen ist
unantastbar!“.

Die spannenden Fotos
zeigen im Spiegelbild oder buchstäblich „durch eine Brille“ ihre
eigentliche Schärfe und fokussieren die typischen Dortmunder Motive
(siehe oben) auf eine ganz besondere Art.

Rita-Maria Schwalgin vor ihren Bildern "Blick durch Ammoniakhalle" und "Durchblick Phoenix-West". Zu sehen in der Artothek.

Wer sich die Mühe
macht und Zeit lässt, kann immer wieder neue Details erkennen.
Schwalgin hat Geduld und macht sich auch schon mal die Mühe, dass
gleiche Motiv zu unterschiedlichen Zeiten zu fotografieren, was zu
erstaunlichen neuen Einblicken führt.

Durch Spiegelungen
wie beispielsweise bei dem Dortmunder Fotografie-Motiv „U Turm
spiegelt Stadt“ erkennt man Details, die man sonst nicht erkennen
oder bewusst aufnehmen würde.

Mit ihren Arbeiten
möchte die Künstlerin unsere Blickwinkel verschieben und
eingefahrene Sichtweisen hinterfragen.

Am Eingang der
Artothek verbindet zudem eine Mitmach-Aktion für die BesucherInnen
wie eine Klammer diese optischen reizvollen Kontraste. Seit dem Jahr
2013 sammelt Schwalgin schon den Satz „Was siehst Du?“ in den
verschiedensten Sprachen und Schriftarten. Über vierzig sind bis
jetzt schon zusammen gekommen. Weitere sind erwünscht!

Auf einer Liste sind
die Namen der Fotografien, ihre Größe und Kaufpreise für
Interessierte aufgeführt.

Die Ausstellung ist
dienstags und freitags zwischen 10:00 und 19:00 Uhr in der Artothek
zu sehen. Der Eintritt ist frei!




Detektiv-Geschichte um Emil als Solo für Gustav

Im Dortmunder
Kinder- und Jugendtheater hatte am 18.05.2019 „Emil und die
Detektive – ein Solo für Gustav“ unter der Regie Bettina Zobel
(Ensemble-Mitglied im KJT) seine Premiere.

Die Inszenierung ist
in mehrfacher Hinsicht eine besondere. Zum einen wird die Geschichte
von „Emil und die Detektive“ (Erich Kästner 1929) aus der Sicht
von Gustav mit der Hupe erzählt und dann auch noch auf eine ganz
eigene Art und Weise präsentiert, die das Publikum ein Stück weit
in die Welt von 1929 in Berlin eintauchen ließ.

Ein besonderes
Erlebnis war es aber, Andreas Gruhn, den langjährigen Leiter des
KJT, als Schauspieler auf der Bühne zu erleben. Als gebürtiger
Berliner war dies eine sogenannte Paraderolle für ihn. Mit viel
„Berliner Schnauze“ versprühte er den herben trockenen Charme
der Hauptstadt.

Er spielte den Enkel
des „Gustav mit der Hupe“, der die Geschichte aus der Sicht
seines Großvaters lebendig auf die Bühne brachte. Die spannenden
Geschehnisse um Emil, der aus Neustadt mit der Bahn und 140 Mark von
seiner Mutter für die Großmutter nach Berlin aufbricht, und vom
Fiesling Grundeis im Schlaf bestohlen wird. Mit der Hilfe von Gustav
mit der Hupe und seinen Freunden gelingt es ihm mit Mut, Witz sowie
Solidarität am Ende, den Dieb und gesuchten Bankräuber zu
überführen.

Andreas Gruhn schlüpfte in verschiedene Rollen. (Foto: © Edy Szekely)
Andreas Gruhn schlüpfte in verschiedene Rollen. (Foto: © Edy Szekely)

Die Requisiten auf
der Bühne, mit einem alten Telefon aus der damaligen Zeit,
Schiebermütze und mehr, waren samt der Kostüme mit viel Liebe und
Sorgfalt ausgesucht.

Verschiedene
Fotografien aus dem Berlin um das Jahr 1929, vergrößert auf
Papptafeln gebracht, wurden mithilfe einer Videokamera auf eine
Leinwand projiziert und mit ausgeschnitten Personen der Handlung je
nach Bedarf bereichert.

Andreas Gruhn konnte
nicht nur seine schnelle Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellen,
sich in die unterschiedlichen Charaktere einfühlen, sondern durfte
auch noch zur Freude des Publikums singen und tanzen. Da blieb kein
Auge trocken und Langeweile kam nicht auf.

Es war eine
gelungene Inszenierung mit einer gelungenen Mischung aus klassischen
Theaterspiel mit einfachen Mitteln und den Möglichkeiten der
modernen Technik. Sie zeigte dem jungen und älteren Publikum den
Wert von Mut, Nicht-Aufgeben und Zusammenhalt und einen kleinen
Eindruck vom „alten Berlin“.

Nach der Vorstellung
wurde Andreas Gruhn noch für seine zwanzigjährige Tätigkeit als
Leiter des KJT und sein Städteübergreifendes Engagement
(beispielsweise mit gegenseitigen Besuchen von Theatern in Dortmunder
Partnerstädten, seine Weihnachtmärchen-Inszenierungen und vieles
mehr) von Bürgermeisterin Jörder und Tobias Ehinger
(Geschäftsführender Direktor am Theater Dortmund) geehrt. Er bleibt
dem Theater noch weitere Jahre erhalten.

Auch viele ehemalige
Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter waren zum Jubiläum erschienen und
der Abend endete mit einer fröhlichen Überraschungsfeier.




Spannender Theaterspielplan 2019/2020 in Dortmund

Der neue Spielplan
für die Saison 2019/2020 wurde am 15.05.2019 in der ehemaligen
Schreinerei des Hauses und angedachter Interimsstandort für die neue
Akademie für Theater und Digitalität vorgestellt. Die Akademie ist
die sechste Sparte des Theaters und ihr künstlerischer Leiter Marcus
Lobbes (bekannt zuletzt als Regisseur „Ich-Europa“ in Dortmund)
und zwei MitarbeiterInnen waren auch bei der Pressekonferenz
anwesend.

Genau wie der
geschäftsführende Direktor Tobias Ehinger freute er sich über
Achtung und Rückendeckung für das Theater Dortmund in unserer
Stadt, dem Land, Bund und auch in der Europäischen Union (EU). Das
macht sich unter anderem durch Unterstützung diverser Fördervereine
und Unterstützern, einem „werbenden DSW21-Bus“, steigenden
Kulturaustausch und vieles mehr deutlich. EU-Fördergelder
ermöglichen auch den bis jetzt 54 Studien-Bewerbern für die neue
Akademie Ausschreibungen für Stipendien für ein halbes Jahr zu
erhalten.

Die nächste
Theatersaison bietet einiges neues und spannendes.

Oper:

Zwei Themenbereiche
stehen im Mittelpunkt der zweiten Spielzeit von Opernintendant
Heribert Germeshausen. Neu ist der geplante „Wagner-Kosmos“, der
ab 2020 alljährlich als Festival um Wagners Geburtstag herum
veranstaltet wird. Hier wird Wagners Werk systematisch in einem
Kontext zu wichtigen Vorläufern, Zeitgenossen und Antipoden gesetzt.
Der erste Wagner Kosmos verbindet drei Neuinszenierung: Wagners
LOHENGRIN (mit den Bayreuther-Stars Daniel Behle und Kwangchul Youn)
mit Aubers DIE STIMME VON PORTICI (Regie Peter Konwitschny) und mit
FERDINAND CORTEZ ODER DIE EROBERUNG VON MEXIKO und wird mit einem
Symposium abgerundet.

Die Dortmunder Oper
feiert im April 2020 ihre Formate für das junge Publikum wie etwa
die Junge Oper unter Einbezug der Bürgeroper mit einem
Musikfestival: Drei Uraufführungen, NEVERLAND, die Kooperation mit
dem Kinder- und Jugendtheater DIE KLEINE GANS, DIE AUS DER REIHE TANZ
und die KINDER DES SULTANS stehen auf dem Programm. Weitere
Neuproduktionen sind MADAME BUTTERFLY (Oper), das Musical JEKYLL &
HYDE sowie die Singkomödie IM WEISSEN RÖSSL.

Mit Spannung in die neue Spielzeit. (v.l.n.r.) Kay Voges, Marcus Lobbes, Xin Peng Wang, Andreas Gruhn, Tobias Ehinger und Heribert Germeshausen. (Foto: © Anja Cord)
Mit Spannung in die neue Spielzeit. (v.l.n.r.) Kay Voges, Marcus Lobbes, Xin Peng Wang, Andreas Gruhn, Tobias Ehinger und Heribert Germeshausen. (Foto: © Anja Cord)

Ballett:

Neben den beliebten
Ballett-Gala-Abenden bietet Ballettdirektor Xin Peng Wang die
Fortsetzung von „Inferno“, dem ersten Teil von Dantes „Göttlicher
Komödie“, mit seiner Choreografie PURATORIO, und zeigt, was diese
für eine Bedeutung für uns heute hat. Als Erstaufführung ist EIN
MITTSOMMERNACHTTRAUM (Choreografie Alexander Ekman) vorgesehen und
mit #ZAUBERFLÖTE3.0 und BAUHAUS zwei Neuproduktionen.

Alles im Zeichen von
Innovation, Initiative und International.

Dortmunder
Philharmoniker:

In der nächsten
Spielzeit reisen die Dortmunder Philharmoniker musikalisch AM PULS
DER ZEIT durch elf große Metropolen und besuchen unter anderem
Dvořák
in New York, Strawinsky in Paris, Mahler in Prag oder etwa Verdi in
Mailand.

Dort
ist zurzeit auch Generalmusikdirektor Gabriel Feltz als Dirigent mit
der Stuttgarter Philharmoniker tätig und verkündete sein Programm
für die neue Saison per Video. Eine Neuerung gibt es bei der Reihe
WIENER KLASSIK. In den drei Konzerten steht ein berühmter Solist des
Abends auch am Pult des Orchesters.

Das
NEUJAHRSKONZERT 2020 findet erstmals in Zusammenarbeit mit dem
Konzerthaus Dortmund auch dort statt. Neben
den CITYRING KONZERT auf dem Dortmunder Friedensplatz (diesmal auch
als Filmmusikgala, gewidmet John Williams) werden alle bekannten
Formate der Philharmoniker weiter geführt.

Schauspiel:

In
seiner zehnten und letzten Spielzeit will Intendant Kay Voges noch
einmal ein Feuerwerk entfachen. Neben (Theater-) Klassikern der
moderne (wie zum Beispiel Arthur Millers Hexenjagd) und der
Schauspieler-Komödie „Das Reich der Tiere“ bietet das Schauspiel
im Studio die Uraufführung von „Familien gegen Nazis“ oder das
im letzten Jahr ausgefallenen Punkrock-Musical mit den Kassierern
„Die Drei von der Punkstelle“. Außerdem geht Intendant Kay Voges
in „Play/Abriss einer Reise“ mit dem gesamten Ensemble auf die
Suche dem was war, was ist und was sein wird. Der Ausnahme-Künstler
Jonathan Meese präsentiert sein
neues Werk: „Lolita (R)evolution (Rufschädigenst) – Ihr Alle
seid die Lolita Eurer Selbst!“

Die
letzten drei Monate der Spielzeit werden von einem SHOWDOWN bestimmt,
einer Schlussoffensive, die mit kleinen und großen Inszenierungen
noch einmal alte bekannte und neue Formate auf die Bretter des
hiesigen Schauspiels ruft.

Die Spielzeithefte für 2019/20 kommen in einer schicken Box. (Foto: © Anja Cord)
Die Spielzeithefte für 2019/20 kommen in einer schicken Box. (Foto: © Anja Cord)

Kinder-
und Jugendtheater (KJT):

Das anders sein und der Umgang damit steht in dieser Spielzeit beim KJT im Blickpunkt. Was macht uns zu Außenseitern, Spinnern oder Verfolgten? Wie der Direktor des KJT erklärte, stehen alle am Rand, müssen ihren Weg suchen und verändern dabei sich und die Umwelt.Ob etwa beim politischen Monolog „Name: Sophie Scholl“, einer Geschichte um Mut und Zivilcourage, oder im diesjährigen Weihnachtsmärchen „Zwerg Nase“ nach Wilhelm Hauff (neu geschrieben von Andreas Gruhn). Premiere im Februar hat „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“. Wie sich dem Leben stellen, wenn scheinbar alles zusammenbricht. Aus Dortmunds Partnerstadt Rostow am Don wird eine Theatergruppe für drei Auftritte in unsere Stadt kommen und beim KJT Gast sein.

Am
Ende der Spielzeit folgt die zweite Kooperation mit der freien
Theatergruppe pulp fiktion. Es wird ein performativer Spaziergang
„H2O“.
Die Zuschauer erkunden das Gelände der Kokerei Hansa und erleben
„ein Stück Klimawandel“.

Das
umfangreiche, in einzelnen Broschüren verpackte und in einer weißen
Box aufbewahrte, neue Spielzeitprogramm ist ab sofort im Theater
erhältlich. Abonnenten können ab jetzt ihre Wunschveranstaltungen
auswählen und ab dem 02.07.2019 können alle Interessierten Tickets
für die einzelnen
Programme kaufen.




Ausdrucksvolles Kammerkonzert um „Gefahr und Frieden“

Im Dortmunder
Orchesterzentrum stand am 13.05.2019 die Streicher der hiesigen
Philharmoniker unter dem Motto „Gefahr und Frieden“ im
Mittelpunkt.

Beteiligt waren
neben Hauke Hack (Violoncello), der auch mit „pieces for peace –
Bans İçin
Eserler“ auch eigene Kompositionen aus den letzten Jahren beitrug,
Branca Weller (Violine), Judith Schween (Violine), Hindenburg Leka
(Viola), Saskia Simion (Viola) und Christiane Schröder
(Violoncello). Frank
Kistner am Kontrabass unterstützte die sechs KollegInnen bei den
musikalischen Sätzen von Antal György Csermàks
(1744-1822) „Die drohende Gefahr oder Die Vaterlandsliebe“.

Mit
„pieces for peace“ hat Hauke Hack in
jedem Satz wunderbare
musikalische Porträts von
Namen und Eigenschaften verschiedener
Freunde, Verwandten
oder Bekannten
geschaffen. Gewidmet
wurde die Stücke der englischen Politikerin Jo Cox sowie der
deutschen Lehramtsstudentin Tuğçe
Albayrak, die beide aus politischen Gründen ermordet wurden.

Das
Publikum konnte sich davon überzeugen, das die Satzbezeichnungen
sensibel durch die Musik transformiert wurden. Sogar
bekannte Melodie wie
„Happy Birthday“ oder „Lasst uns froh und munter sein“ waren
für das geübte Ohr (heraus)
zu hören.

Hauke Hack spielte mit seinen Streicherkolleginnen und -kollegen auch eigene Kompositionen beim Kammerkonzert . (Foto: © Anke Sundermeier)
Hauke Hack spielte mit seinen Streicherkolleginnen und -kollegen auch eigene Kompositionen beim Kammerkonzert . (Foto: © Anke Sundermeier)

Im
Wechsel
dazu erklangen jeweils einzelne
Sätze von „Die drohende Gefahr oder Die Vaterlandsliebe“ des
berühmtesten ungarischen Komponisten Antal Gyögy Csermàk.
Seine Komposition zeichnet sich durch eindrucksvolle
Schlachtengemälde (zur Zeit der Napoleonischen Kriege um 1809) unter
Einbeziehung des damals zur Anwerbung von Soldaten gespielten
Verbunkos-Tanzes und wechselt von temperamentvoll „kampfbereit“
bis melancholisch-traurig. Die Schrecken und Grausamkeit des Krieges
im Hintergrund.

Nach
der Pause ging es mit dem Streichsextett
G-Dur op. 36 von Johannes Brahms (1833-1897) friedlicher weiter.

Tragischer
Hintergrund dieses Werkes ist die unglückliche Liebe von Brahms zu
Agathe von Siebold. Der Komponist wollte diese endgültig verarbeiten
und sich von ihr losmachen. Das
Seitenthema im Kopfsatz bezeugt, um wen es sich hier handelt. Es
beinhaltet deutlich die Notenfolge a-g-ad-h-e. Ein kompositorisches
Prinzip, das Hauke Hack in seinen musikalischen Porträts ja
ebenfalls verwendet.

Die
Musik ist durch klare Linien, melancholischen Adagio und einem
bewegenden Final gekennzeichnet.

Als
Zugabe wurde dem Publikum
noch ein schmissiger ungarischer „Czardasz“ geboten.

Ein
eindrucksvolles Beispiel für die Ausdruckskraft der Musik und der
Streichinstrumente.




Benefizveranstaltung für künstlerische Nachhaltigkeit in Dortmund

Im letzten Jahr gab
es schon eine besondere Benefizveranstaltung unter dem Titel
„Sommernachtstanz“ als Kooperation vom Theater Dortmund (Ballett)
und dem Lions-Club Rothe Erde mit dem Ziel, junge Künstlerinnen und
Künstler und nachhaltige Projekte in verschieden künstlerischen
Bereichen zu fördern.

Am 06. Oktober 2019 um 17:00 Uhr (Opernhaus Dortmund) wird es einige Veränderungen geben. Nicht nur der Name, auch die Kooperation wird mit Highlights aus Oper & Ballett erweitert. Der neue Name „Dortmunder Löwe 2019“ ist eine symbolische Reminiszenz an den Lions-Club Rothe Erde. Eine Jury unter der Leitung von Bürgermeisterin Birgit Jörder vergibt wieder Preise in den drei Kategorien:

1. „Junge
Künstlerinnen und Künstler“,

2. Kulturelle /
künstlerische Vermittlungsprojekte“

3. im Bereich
„Nachhaltigkeit“ (Projekte, die Kunst und Kultur nachhaltig für
die nächste Generation etablieren).

Interessierte können
sich bis zum 15. Juni 2019 unter dortmunderloewe@theaterdo.de
bewerben.

Tobias Ehinger
(Geschäftsführender Direktor Theater Dortmund)erklärte, dass es
nicht um einen Siegeswettbewerb im Sinne 1. 2. und 3. Preis, sondern
das die Unterstützung für förderungsbedürftige Personen oder
Projekte je nach ihrem aktuellen Bedarf geht.

Mit dem "Dortmunder Löwen" wird ein Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler ins Lebens gerufen. (v.l.n.r.) Tobias Ehinger (Geschäftsführender Direktor des Theater Dortmund), Heribert Germeshausen (Intendant der Oper), Dietmar Bläsing (Lions Club Rothe Erde), Bürgermeisterin Birgit Jörder, Manfred Klobes (Präsident Lions Club Rothe Erde), Ballettdirektor Xin Peng Wang, Sascha Nies und Gerd Bollermann (Lions Club Rothe Erde).
Mit dem „Dortmunder Löwen“ wird ein Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler ins Lebens gerufen. (v.l.n.r.) Tobias Ehinger (Geschäftsführender Direktor des Theater Dortmund), Heribert Germeshausen (Intendant der Oper), Dietmar Bläsing (Lions Club Rothe Erde), Bürgermeisterin Birgit Jörder, Manfred Klobes (Präsident Lions Club Rothe Erde), Ballettdirektor Xin Peng Wang, Sascha Nies und Gerd Bollermann (Lions Club Rothe Erde).

Zusätzlich wird ein
Wettbewerb zur Gestaltung des Dortmunder Löwen ausgelobt.

Wie beim Oscar oder
dem Bären der Berlinale wird auch mit der Förderung des DORTMUNDER
LÖWEN eine Trophäe vergeben. Wie diese aussieht, ist Teil des
Wettbewerbs, an dem sich alle Künstlerinnen und Künstler in
Dortmund beteiligen können. Die Gewinnerin oder der Gewinner
erhalten eine einmalige Förderung von 1.000 EUR.

Wie Bürgermeisterin
Jörder beim Pressegespräch betonte, können wirklich alle jungen
Künstlerinnen (bis 30 Jahre), auch die Beteiligten vom letzten Jahr
mitmachen.es muss nur etwas „begreifbares“ geliefert werden.

Interessenten können
ihre Vorschläge bis zum 15. Juni 2019 unter
dortmunderloewe@theaterdo.de
einreichen.

Manfred Klobes
(Präsident Lions-Club Rothe Erde) verriet, dass auch in diesem Jahr
wieder viele Förderer und Sponsoren für das Projekt für die
Gesamtsumme von 40.000 EUR (wie letztes Jahr) gefragt sind. Spenden
erwünscht. Sämtliche Erlöse zzgl. Spenden und Sponsoreneinnahmen
kommen der Förderung von Projekten der kulturellen und
soziokultureller Nachwuchsarbeit in Schulen und Kindergärten sowie
jungen Künstlern in Dortmund zugute. Breite Förderung gehört zur
Philosophie vom Lions-Club.

In diesem Jahr ist
das kulturelle Programm vom kulinarischen Programm getrennt.

Zunächst können
sie das einmalige und exklusive Programm, zusammengestellt von
Opernintendant Heribert Germeshausen und Ballettdirektor Xin Peng
Wang und die dramaturgisch darin eingebundenen Preisverleihungen
erleben. Es soll ein einmaliges „Preview-Erlebnis“ für die
BesucherInnen werden.

Sicher sind
besondere Ausschnitte aus „Inferno“ (Ballett) oder der neuen
Opernproduktion „Echnaton“ als Highlight und auch das
NRW-Juniorballett dabei.

Preise für die
Benefizveranstaltung
mit Highlights aus Oper und Ballett:
Dortmunder Löwe:

Kategorie 1: 50 EUR
(1. bis 16. Reihe)

Kategorie 2: 40 EUR
(17. bis 25. Reihe)

Im Anschluss an
die Veranstaltung
mit Preisverleihungen besteht die Möglichkeit,
für einen Preiszuschlag von 35 EUR in der Lounge21 (Obere Etage) an
einer Party mit Live-Musik teilzunehmen und ein Flying Dinner von
Dinner&Co mit kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen.




Galerie im Depot zeigt vielfältige Kunst-Glanzstücke

Die neue
multifunktionale Galerie im Depot in Dortmund zeigt vom 10. Mai bis
zum 02. Juni 2019 als Eröffnungsausstellung aktuelle Glanzstücke
des Schaffens von 22 im Depot ansässiger Künstlerinnen und
Künstler. Organisiert wird der Auftakt und Chance für neu
überarbeiteten Raumkonzepte, Ausstellungen und weitere interessanten
Veranstaltungsformaten von Susanne Behringer, Birgit
Brinkmann-Grempel und Bärbel Thier-Jaspert.

Zum Jahresende 2018
wurde nach 16 Jahren die zum Haus gehörende „Galerie Dieter
Fischer“ geschlossen. Glücklicherweise ist es nun gelungen die
Galerie mit dem Namen „Galerie im Depot“ zu erhalten. Natürlich
dafür Fördermaßnahmen zum Beispiel durch den Bundesverband
Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) und anderen notwendig.

Neues Leben in der ehemaligen Galerie Dieter Fischer dank engagierter Künstlerinnen und Künstler: (v.l.n.r.) Heide kemper, Heike Kollakowski, Christian Psyk, Bärbel Thier-Jaspert, Susanne Behringer, Birgit Brinkmann-Grempel und Marion Edelhoff.
Neues Leben in der ehemaligen Galerie Dieter Fischer dank engagierter Künstlerinnen und Künstler: (v.l.n.r.) Heide kemper, Heike Kollakowski, Christian Psyk, Bärbel Thier-Jaspert, Susanne Behringer, Birgit Brinkmann-Grempel und Marion Edelhoff.

Wie die Künstlerin Heide Kemper erklärte, wurde etwa in der alten Galerie zwei Wände zurückgesetzt und die Nutzung des Mittelteils (vor der Galerie) geplant. Obwohl sich alles, wie Kemper verriet, noch im Zwischenzustand befindet, bieten sich ungeahnte Möglichkeiten für Workshops und andere Veranstaltungskonzepte. Die neue
audiovisuelle Technik vor Ort ist da sicherlich auch hilfreich.

Die Nordstadtblogger
im Depot werden sich hier demnächst mit einer Ausstellung
präsentieren.

Als Feier der Neueröffnung zeigen die 22 KünstlerInnen des Hauses ihre vielfältigen und facettenreichen persönlichen „Glanzstücke“ aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Grafik, Illustration, Glas und Skulptur. So zum Beispiel
Arbeiten von Lutz Kemper (Kollage), Birgit Brinkmann-Grempel
(Plexiglas, mehrere Schichten), Heide Kemper (Glaskunst), Heike
Kollakowski (Schrift und Typografie), Fotografien von Peter Lutz, Jan
Schmitz, Barbara Wozniak und vieles mehr.

Man sollte sich viel Zeit für die Betrachtung so vielfältiger Kunst in allen möglichen Größen und Formen lassen. Es gibt viel zu entdecken! Die Ausstellungsobjekte werden nummeriert und auf einer ausliegenden Liste können die Besucherinnen und Besucher die dazugehörigen Informationen zu den entsprechenden KünstlerInnen erhalten. Alle Arbeiten können
auch käuflich erworben werden. Eine Preisliste liegt vor.

Die Eröffnung der Galerie im Depot (Immermannstraße 29) findet am Donnerstag, den 09.05.2019 um 19:00 Uhr statt. Grußwort: Marion Edelhoff, Geschäftsführung Depot e.V. sowie Dr. Ludwig Jörder, Bezirksbürgermeister Dortmund Innenstadt-Nord. Einführung. Heide Kemper, Vorstandsmitglied Depot e.V. Musikalische
Begleitung: San Froyo, Ukulele

Die Finissage ist am
Sonntag, den 02.06.2019 um 16:00 Uhr.

Öffnungszeiten:
Do-Fr 17.00 bis 20.00 Uhr und Sa-So 15:00 bis 18:00 Uhr.