Ausdrucksstarke Tanzperformance im Dortmunder Theater im Depot

Eingeladen vom Projekt „Gemischte Tüte“ der Integrationsagentur
der Stadtteilschule Dortmund e. V., wurden Fernando Derks
(Peru-Niederlande) und Alexander Carrillo (Kolumbien) für zwei
Vorstellungen am 04. / 05.09.2019 mit ihrer besonderen
Tanzperformance „WhARTever Should Happen – Eine Welt auf den Kopf
gestellt“ in das Theater im Depot eingeladen. Die
Dramaturgie-Assistenz übernahm, die durch einige Produktionen im
Depot bekannte, Carolina Ortega (Venezuela).
Es war aber nicht
nur reine Tanzperformance, sondern eine gelungene Mischung aus kurzen
Geschichten mit familiärem Bezug, sensiblen musikalischen
Gitarrenbegleitungen, passgenauen computergenerierten
Geräuschkulissen und intensiven Ausdruckstanz.

Die Aktionen
bewegten sich zwischen Realismus, Magie und Surrealismus. Wahre
Geschichten in Zeiten von Krisen und Gewalt, aber ebenso Liebe und
Hoffnung. Die Grausame und zerstörerische Realität
lateinamerikanischer Bauern, wird in Verhältnis zu ihrem zeitlichen
Kontext und dem Leben an sich gesetzt. Alte Sitten und Traditionen
werden in der Gegenwart verwandelt und mit ihr
konfrontiert.
Vergangenes wird dabei durch ästhetische
Reflexionen vieler Kulturen und der bildlichen Spiegelungen des
Lebens neu erschaffen.
Das Publikum erlebte nah am Geschehen ein
Wechselbad der Gefühle. Die Spanne reichte von Schmerz, Liebe,
Stolz, Mut und Hoffnung.

Fernando Derks (mit Gitarre) und Alexander Carrillo entführten die besucher im Theater im Depot auf tänzerische Weise nach Südamerika.
Fernando Derks (mit Gitarre) und Alexander Carrillo entführten die besucher im Theater im Depot auf tänzerische Weise nach Südamerika.

Es wurde zunächst
in einer Art Prozession mit Weihrauch von den in schwarz gekleideten
und ganz in ein schwarzes Tuch gehüllten Künstlern mit
Gitarrengesang zur Bühne geführt, wo man sich in einen Kreis an die
Seiten hinsetzte. Die Bühne war schon zu Beginn relativ spärlich
beleuchtet, was zum Ende der Aufführung aus
dramaturgisch-atmosphärischen Gründen noch verstärkt wurde.

Erst nach einer
Weile befreiten sich die beiden Künstler von ihren schwarzen langen
Tüchern und zeigten sich und ihre Gesichter.

Die Gegenstände auf
der Bühne wie zwei Holzschemel, einem traditionellen Reifenrock und
Federschmuck, Glitzerpumps mit hohem Absatz und anderes wurden in der
Folge in die Performance einbezogen. Historische Hintergründe wurden
verdeutlicht, Begegnungen mit Frauen wurden tänzerisch dargestellt.
Eindrucksvoll, wie Alexander Carrillo nur mit dunkler Unterhose mit
den hohen Damenschuhen Ausdruckstanz darbot. Physisch musste er
später mit Laufschuhen einen Gewaltlauf (Flucht) über viele Minuten
mit Steigerung überstehen und war am Ende Schweißgebadet. Alexander
Carrillo und Fernando Derks waren sehr gut aufeinander eingespielt.




Große und kleine Kunst der Neuen des BBK Ruhrgebiet in der BIG gallery

In der Zeit vom 08.09.2019 – 29.09.2019 werden in der BIG gallery
in Dortmund (BIG direkt gesund, Rheinische Straße 1) mehrere Werke
von vierzehn neuen Mitgliedern (seit 2015) des Bundesverbandes
Bildender Künstler (BBK) Ruhrgebiet e.V. unter dem Motto „Größer
als klein“ präsentiert.

Der Name entstand
wegen der ja relativ kleinen Künstlergruppe im Verhältnis zum
großen Verband.

Aber auch inhaltlich
bietet der Titel viel. Da geht es um große und kleine Träume,
kleine und große Liebe, die Stärke und der Mut des vermeintlich
„Kleinen“ die Kämpfe der scheinbar Schwachen (ob Flüchtlinge
oder andere) gegen die Macht der „Großen“.

Einen kleinen
Eindruck von der Vielfalt des künstlerischen Schaffens:

Der Kontrast von
kleinem Schiff und weiten, großen Meer steht zum Beispiel bei
Michaela Düllberg bei ihren Werken „Landgang“, Mixed Media auf
Leinwand, 100 x 100 cm (2019) und „Landgang 9“, Mixed Media auf
Holzkörper im Mittelpunkt, 70 x 70 cm (2017) im Mittelpunkt.Das
Schicksal der vielen ertrunkenen Flüchtlinge wird hier dabei im
Hintergrund nicht außer Acht gelassen.

Bei gleichem Ansatz
spielt bei Suria Kassimis „Water“ (Serie), Öl auf Leinwand, 100
x 100 cm die Farbe „blau“ eine wichtige Rolle. Wie sie beim
Pressegespräch betonte, auch ihre Lieblingsfarbe.

Rosa Fehr-von Ilten
dagegen arbeitet dagegen mit formalistischer Symbolkraft und den
Gegensatz von festen und weichen Strukturen bei ihren Werken : Öl
auf Leinwand, „Gestreiftes Tuch“, „Rosa Tuch“, „Rote
Palette“ und „Gelb-weiß gestreifte Tuch“ (70 x 100 cm, 2019).
Viele der Arbeiten bieten Raum für (gesellschaftskritische)
Assoziationen beim Betrachter.

Die neuen Künstlerinnen und Künstler des BBK Ruhrgebiet präsentieren ihre Arbeiten in der BIG gallery. (v.l.n.r.) Davoud Sarfaraz, Marc Bühren, Michaela Düllberg, Rosa Fehr-von Ilten, Suria Kassimi, Dieter Gawohl und Heike Kollakowski.
Die neuen Künstlerinnen und Künstler des BBK Ruhrgebiet präsentieren ihre Arbeiten in der BIG gallery. (v.l.n.r.) Davoud Sarfaraz, Marc Bühren, Michaela Düllberg, Rosa Fehr-von Ilten, Suria Kassimi, Dieter Gawohl und Heike Kollakowski.

Der Dada-Künstler
Dieter Gawol (A. Diéga)
macht auf humorvoll-anarchistische Weise das „große“ und
„kleine“ Geschäft der Menschen zum Thema seiner Werke (auf
Alu-Dipond)
mit „weiblichen“ und „männlichen“ Zubehör für die Hygiene.
Das Ganze nicht ohne kleine politische Seitenhiebe. Witzig-ironisch
ist auch der kleine Videofilm zum „stillen Örtchen“ zusammen mit
mehreren beteiligten Darstellern.

Heike
Kollakowskis kraftvollen Arbeiten „Drip“, Acryl auf Leinwand, 100
x 20 cm (2017) und „wow“ , Acryl auf Leinwand, 24 x 30 cm (2017)
sind sich schon optisch eindeutig als „groß“ und „klein“ zu
erkennen.

Davoud
Safaraz widmet sich mit seine orientalisch strahlenden Werke dem
vermeintlich „schwachen Geschlecht“ und setzt ein
Statement
für die Gleichberechtigung der Frauen. Besonders deutlich wird das
bei „Maria ist dran!“, Acryl auf Leinwand, 155 x 115 cm, 2019.

Marc
Bühren zeigt die schon in der Ausstellung im Torhaus zu bewundernden
manuellen 3D-Drucke der Reihe „Naturidentische Aromen“ mit PLA,
Moorlauge, Pigmenten,Kreiden, Wachse und Biospachtelmasse (je 20 x20
cm, 2019, zwölfteilig).

Die
Ausstellung „Größer als klein“ – Die neuen im BBK 2019 wird am
Sonntag, den 08.09.2019 in der BIG gallery um 11.00 Uhr eröffnet.

Begrüßung:
Marc Bühren (BBK Ruhrgebiet) und Peter Kaetsch
(Vorstandsvorsitzender BIG direkt gesund). Einführung: Michael
Schulz-Runge (Kunstvermittler) und Musik: Katherine Seiss (Sängerin)




Kunstausstellung zwischen Fantasie, Humor und Konventionen

Der Dortmunder Kunstverein am Park der Partnerstädte 2 zeigt vom
06.09.2019 bis zu 19. November 2019 in seinen Räumlichkeiten die
erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland von Gijs
Milius. Der Künstler ist 1985 in Utrecht geboren, lebt und arbeitet
in Brüssel.

Für diesen
speziellen Ort hat Milius unter dem Titel „Der Kampf der Kinder“
einen fiktiven Arbeitsraum entworfen.

„Der Kampf der
Kinder“ ist übrigens in eine weiteren Sinne gedacht. Es ist der ja
bei Kindern noch offen, ganz eigen Blick auf die Konstruktionen und
Gegebenheiten des Erwachsenseins. Den sollten wir uns bewahren.
Hinter einer gehörigen Portion Humor und kinematografischer Magie
verborgen, beschreiben die Arbeiten des Künstlers sowohl Isolation
als auch die Absurdität der Dinge des Lebens. Bei dieser Ausstellung
geht es um Sichtverschiebungen auf die Dinge des Lebens.

Ausgestattet ist der
Raum mit einem weißen Eingangstor, einfachen Holzmöbeln,
Fotografien aus speziellen Lebenssituationen (Momentaufnahmen), auf
Kalender gedruckt, einem fast schon philosophischen Hörspiel als
Zwiegespräch angesichts der Frage, ob man heute noch Kinder in die
Welt setzten kann. Es geht unter anderem um Fragen von Gleichheit und
Ungerechtigkeit, Aggression und Gewalt.

Neben surrealistisch
anmutenden Bildern spielt die Zeit bei der Rauminstallation eine
wichtige Rolle. Wenn die Besucher den Raum betreten, fällt der Blick
geradeaus auf eine mit einer Art weißen Wolke bemalten Uhr an der
grün gestrichenen Wand. Die Zeit wird sinnbildlich „relativiert“.

Gijs Milius hat mím Kunstverein Dortmund für seine Ausstellung "Der Kampf der Kinder" eine eigene Umgebung geschaffen.
Gijs Milius hat mím Kunstverein Dortmund für seine Ausstellung „Der Kampf der Kinder“ eine eigene Umgebung geschaffen.

Dazu passt ein
selbst entwickelte witziges Videospiel, bei dem eine
computergenerierte Figur davor bewahrt werden muss, von einer
herunterfallenden Uhr getroffen zu werden.

An einem anderen
Computer können die Besucherinnen und Besucher wahlweise kleinere
Videofilme zu verschiedenen Situation wie etwa eine Fahrt mit der
Fähre, oder einen Busfahrer bei seiner Arbeit und andere anklicken
und ansehen. Das spiegelt das Verhalten vieler Nutzer in der moderne
digitalen Welt wieder. Ständig wird irgend etwas angeklickt, was im
Augenblick das Interesse weckt, die Zeit der Langeweile vertreibt.

Eingefangene Momente
der Erinnerung spielen eine wichtige Rolle.

An einem anderen
Tisch gibt es die Möglichkeit, Hits aus den 80-iger Jahren des
letzten Jahrhunderts in modifizierter Form als ein Spiel mit
Nostalgie zu erleben.

Persönlich wird es
an anderer Stelle, wo ein kleiner geheftetes Schriftband mit
Anekdoten zu sehen ist, die aus einem Schriftverkehr mit Milius‘
Cousin entstanden sind.

Ein Modellhaus mit
einer Miniaturversion von verschiedenen Versionen eines Hausmeisters
(in einem kleinen Glaskasten) bilden den Eingangsbereich des fiktiven
Arbeitsraumes.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 05.09.2019 um 19:00 Uhr statt.

Begrüßung. Marion Edelhoff (Vorsitzende)
Einleitung: Oriane Durand (Künstlerische Leiterin)




Kooperationsprojekt von artscenico zum Thema „Stille“

Die Welt um uns herum wird immer hektischer, lauter und
schnelllebiger. Wenig Zeit und Muße zum Innehalten und sich auf die
Stille mit all ihren erhellenden, anheimelnden oder manchmal auch
bedrückend wirkenden Aspekten einzulassen und dann sie auszuhalten.

Mit einer neuen
erweiterten Koproduktion „Silent City“ möchte artscenico unter
künstlerischen Leitung von Rolf Dennemann, Hans Dreher (Prinz
Regenten Theater) und João
Garcia Miguel (Teatro
Ibérico/Lissabon)
mit einem internationalem
Künstlerensemble die BesucherInnen auf eine Expeditionsreise durch
inszenierte Räume (25 Stationen) in verschiedenen Versionen
(Theater, Tanz, Installation, Projektion, Bilder) rund um das Theater
im Depot führen. Das
Projekt ist außerdem
eine Kooperation mit
„Parzelle im Depot“
und dem Depot e.V. Unterstützt
wird „Silent City“ unter anderem vom Kulturverband Ruhr und NRW
Kultur International.

Rolf Dennemann entführt uns mit artscenico in die "Stille Stadt" (Silent City).
Rolf Dennemann entführt uns mit artscenico in die „Stille Stadt“ (Silent City).

Nach
Version I im Bochumer Prinz Regenten Theater, finden die Premieren
der Version II im Dortmunder Depot am 06.09.2019 ( Freitag) und am
07.09.219 (Samstag) statt.

Wie
Rolf Dennemann beim Pressegespräch verriet, gab es die Idee zum
Projekt schon länger und sie bot sich als Kooperationsprojekt mit
Gleichgesinnten an. Wichtig ist dabei eine intime Atmosphäre.

Nur
für jeweils 6 Personen, jeweils zur vollen Stunde, ist der Zugang
möglich.

Der
Einlass ist stündlich ab 17:00 bis 21:00 Uhr.

Es
wird der gesamte Gebäudekomplex (Depot) für eine Betrachtung des
Themas „Stille“ in all seinen dramatischen Zuständen mit
verschiedenen künstlerischen Mittel
genutzt.

Die
BesucherInnen treffen auf Schauspieler, Tänzer, Musiker und
Performer, welche stille,
theatrale Situationen herstellen, oder aber eine menschenleere
Rauminstallation, die fremd gewordene Stille intensiv verkörpert.
Die Spanne reicht von geschlossenen Geschichten mit einem Anfang und
Ende, bis hin zu abstrakten sowie meditativen Bildern, Tanz oder kaum
vernehmbare Musik.

Auf
alle Fälle wird es ein individuelles, von jeder Person anders
empfundenes Abenteuer für den, der sich darauf einlässt.
Ausgangspunkt ist der der Eingangsbereich zum Theater im Depot (Bar).

Achtung: Eine Voranmeldung ist dringend notwendig!

Telefonisch
unter 0231/ 9822336 (Anrufbeantworter) oder, per E-Mail:
ticket@theaterimdepot.de




Roma-Kulturfestival „Djelem, Djelem“ – zum sechsten Mal in Dortmund

Zum Kennenlernen der vielfältigen Roma-Kulturen und als ein Zeichen gegen die weiterhin präsente Stigmatisierung der Roma, findet in Dortmund nun schon zum sechsten Mal das Roma-Kulturfestival „Djelem, Djelem“ vom 12.09.2019 bis zum 20.09.2019 an neun verschiedenen Orten statt.

Um nur einige zu nennen: der Kulturort depot, das Dietrich-Keuning-Haus und das domicil, das Literaturhaus, Schauspiel Dortmund (Studio), das Literaturhaus und die Auslandsgesellschaft.

Über 30 Partner und
viele Organisatoren und Förderer zeugen von der Bedeutung dieses
Festivals.

Veranstalter sind die Stadt Dortmund, Theater im Depot, AWO Unterbezirk Dortmund und Romano Than e.V. und Carmen e.V.

Es ist eine
Einladung, in dem umfangreichen und vollständig kostenlosem Programm
eigene Bilder und Erzählungen von Roma und Sinti, über Roma und
Sinti zu entdecken, so die diesjährige Schirmherrin Julia Wissert
(neue Schauspiel-Intendantin des Schauspiels Dortmund ab der
Spielzeit Ende 2020).

Kulturdezernent Jörg
Stüdemann wies zu Beginn des Pressetermins auf die mittlerweile
verschlechterte Situation und massiven Diskriminierungen der Roma und
Sinti in Bulgarien (unsere Partnerstadt ist Plovdiv) oder auch in
Ungarn hin

Abwechslungsreiches
Programm

Das vielfältige
Festival startet in diesem Jahr mit einem großen Familienfest am
12. September 2019 (14.00 bis 18:00 Uhr) auf dem Nordmarkt mit einem
abwechslungsreichem Bühnenprogramm und diversen Angeboten für
Kinder.

Gefeiert wird am Donnerstag um 15:00 Uhr die von einem neu
gegründetem Werkstattmodell zur Gestaltung einer Hausfassade
(mit der Nachbarschaft) in der Schleswiger Straße 31 um 15:00 Uhr am
Nordmarkt.

Einen SchülerTalk gibt es am am Freitag, den 13. September um 14:00 Uhr im Helmholz-Gymnasium mit Roma-Aktivisten und Musikern über die Situation der Roma in Dortmund.

Am Samstag, den 14.
September wird der Weltkindertag auf dem Friedensplatz gefeiert und
Djelem Djelem ist mit „Tanz-Mäuse“ dabei.

Interessant geht es
dann am frühen Abend (18:00) im Theater im Depot. Das
Jugendtheater „Playhood Theatre Bukarest (Rumänien)“ spielt
„FORMA“, ein selbst verfasstes Stück über Verständigung ohne
Worte, nur mit Mitteln der Improvisation, der Pantomime und des
Tanzes.

Am 15.09.2019 um
18:00 Uhr eröffnet in der Halle im Depot die Ausstellung „Roma und
Hochzeiten“ mit Fotografien aus Stolipinovo von Aydin
Ҫetinbostanoglu,

Die Veranstalter und Organisatoren freuen sich auf ein abwechslungsreiches Festival Djelem, Djelem.
Die Veranstalter und Organisatoren freuen sich auf ein abwechslungsreiches Festival Djelem, Djelem.

Um
19.00 Uhr beginnt dann im Kino
sweetSixteen im Depot
der
Film „Just the Wind“, ein hochpolitischer Streifen über
Mordanschläge auf Roma-Familien.

Am Montag, den 16. September lädt die Auslandsgesellschaft um 19:00 Uhr zu einer Buchpräsentation („Innenansichten aus dem Leben und Kultur der Sinti & Roma“, von Mare Manuscha mit anschließender Diskussion zwischen Mit-Herausgeberin Cornelia Wilß und dem Schauspieler und Dichter Nedjo Osman.

Eine
Lesung aus dem Gedichtband „Die Morgendämmerung der Worte“ mit
musikalischer Begleitung findet
am 17. September um 19:00 Uhr im Literaturhaus
Dortmund
statt.

Das
Theaterstück „Heroes“ von Romano Svato (Wien), ein Psychogramm
aus der Illegalität mit Sandra Selimovic, Denise Teipel, Cristina
Ablinger und Jörg Waltenberger zeigt das Theater
im Depot
am Mittwoch,
den 18. September um 19:30 .

Ergebnisse
eines Forschungsprojekts von Studierenden der FH Münster zur
Situation der Diskriminierung und Armut in Stolipinovo. Jugendliche
aus Plovdiv sind an diesem Abend anwesend und stellen gemeinsam mit
Jugendliche aus Dortmund ihr transnationales Projekt „Radio
Plovmund“ vor.

Das Schauspiel Dortmund bietet am Donnerstag um 20:00 Uhr eine Diskussion (Vier Wellen des Feminismus) sowie ein Konzert mit Sonja Eismann vom Missy Magazine und der Romnja-Rapperin Mindj Panther.

Das
Festival wird mit einem Flamenco Abend mit Rafael Cortės
y Grupo im Dortmunder domicil
stimmungsvoll enden.




Kunstbonbon zeigt bemaltes Porzellan und Bilder von Markus Jöhring

In der Zeit vom 14.09.2019 bis zum 19.10.2019 sind im kleinen aber
feinen Kunstbonbon in der Chemnitzer Str. 11 in Dortmund unter dem
Titel „Der Pubertäter und Krümel-App 1.0“ wunderbar verrückte
und humorvoll-skurril bemalte Porzellan-Teller und einige Bilder des
Künstlers Markus Jöhring (geboren 1966) aus Recklinghausen zu
sehen.

BesucherInnen
konnten schon in der diesjährigen Gemeinschaftsausstellung „Unter
Hundert – Kunst Total“ einige seiner farbenfrohen Werke zwischen
schmunzeln und bitterem Beigeschmack bewundern.

Markus Jöhring ist ein scharfer Beobachter, der Verdecktes sichtbar macht und so zum Nachdenken anregt.

Markus Jöhring präsentiert auch einen Kaffeefilter-Halter aus Porzellan mit einer wichtigen Botschaft. (Foto: © Markus Jöhring / Kunstbonbon)
Markus Jöhring präsentiert auch einen Kaffeefilter-Halter aus Porzellan mit einer wichtigen Botschaft. (Foto: © Markus Jöhring / Kunstbonbon)

Frech, unvermittelt
oder auch poetisch, feinsinnig kommen seine schrulligen Geschichten
daher und seine Bild- und Textbotschaften ergänzen sich sowohl auf
Porzellan wie auf der Leinwand.

Die Vernissage
findet am Samstag, den 14.09.2019 um 15:00 Uhr im Kunstbonbon statt.

Die Arbeiten des
Künstlers sind natürlich auch käuflich zu erwerben.

Öffnungszeiten:

Dienstags von 13:00
bis 18:00 Uhr, freitags von 15:00 bis 20:00 Uhr und samstags nach der
Vernissage von 12:00 bis 15:00 Uhr




Künstlerische Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus

Die Artothek in der 1. Etage der Dortmunder Stadt- und
Landesbibliothek zeigt vom 16. August bis zum 27. September 2019
insgesamt 24 Drucke / Gemälde / Fotografien (2009 – 2019) der
freischaffenden Künstler Marion und Jens Trübiger (Bönen).

Beide haben in
Dortmund studiert. Marion Trübiger hat zunächst als Kunstlehrerin
für die Primarstufe gearbeitet und später noch in ein weiteres
Studium der Kunst für das Lehramt Gymnasium / Gesamtschule
(Schwerpunkt Grafik und Fotografie) abgeschlossen. Jens Trübiger
(geb. Düsseldorf) hat nach seinem Studium Fotodesign in Dortmund als
freiberuflicher Fotograf gearbeitet und ist bis heute angestellter
Mediengestalter und Fotograf.

Jens und Marion Trübiger zeigen in der Artothek Arbeiten, die sich mit den Begriffen Freiheit und Gefangenschaft auseinandersetzen.
Jens und Marion Trübiger zeigen in der Artothek Arbeiten, die sich mit den Begriffen Freiheit und Gefangenschaft auseinandersetzen.

Die künstlerische
Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen
Auswirkungen spielt für ihr Schaffen eine wesentliche Rolle. Es geht
ihnen vor allem darum, mit ihrer Kunst anzuregen, sich mit den
Begriffen Freiheit (Meinungsfreiheit, künstlerische Freiheit,
Bewegungsfreiheit, Gedankenfreiheit) im Gegensatz zur Gefangenschaft
(im umfassendem Sinn) auseinanderzusetzen und für sich neu zu
definieren. Wenn auch Auschwitz in ihren Arbeiten im Zentrum steht,
sind dabei die aktuellen Bedrohungen für die Demokratie immer im
Hinterkopf.

Mit ihren
Bearbeitungen. Kollagen, farbliche Verfremdungen und Einarbeiten von
Original-Fotografien sowie Textfragmenten und Mixed Media Kunst
gelingt es ihnen eindrucksvoll, den Schrecken der Lager und deren
riesige Fläche vor Augen zu führen. Die Betrachter können immer
wieder neue Details entdecken. Eindringlich weist ein Werk auf die
„Todesmärsche“ hin, bei denen noch viele Menschen bis nach
Kriegsende ums Leben kamen. Diese standen in den historischen
Rückblicken nicht immer im Mittelpunkt,

Die (begrenzten) 360
º
Fotografien (1,50 cm x 0,50 cm) als Nacht und Tag-Fotografien
des Lagers, vermitteln die besondere Atmosphäre. Den richtigen
Überblick über die Größe bekommen sie jedoch erst im Internet
unter www.kunst-der-freiheit.de.

Im hinteren Teil am
Ende der Ausstellung laden fünf Platten (20 cm x 20 cm) mit zwanzig
Mixed Media Drucken zum Innehalten ein und zeugen von vielen
eingeflossenen Emotionen der Künstlerin.

Es lohnt sich, die
Artothek zu besuchen und sich etwas Zeit für die Werke zu nehmen.

Öffnungszeiten:
Dienstag und Freitag 10:00 – 19:00 Uhr




Hoesch als bedeutender Motor des Dortmunder Hafens

Der Dortmunder Hafen
feiert in diesem Jahr seinen 120-sten Geburtstag. Passend dazu zeigt
das hiesige Hoesch-Museum vom 11.08.2019 bis zum 27.10.2019 mit ihrer
Sonderausstellung „Hoesch maritim“ eindrucksvoll die besondere
Funktion des Eisen- und Stahlwerks Hoesch und weiteren
Stahlindustriellen als Motor und Förderer und starker Partner des
Dortmunder Hafens sowie des Dortmund-Ems-Kanals.

Man kann sagen, ohne
das „komplexe Phänomen“ Hoesch mit seinem Netzwerk und
innovativen Ideen, gäbe es den Dortmunder Hafen wohl nicht. Mit der
Ansiedlung des Stahlwerks in unserer Stadt im Jahr 1871 hatte die
Familie Hoesch dank der Erz- und Kohlevorkommen in Dortmund und
Umgebung zunächst eine gute Wahl getroffen. Entscheidend war zudem,
dass die Stadt zum Knotenpunkt eines weitverzweigten Eisenbahnnetzes
geworden war.

Schon in den 1880er
Jahren erforderten die technischen Veränderungen in der
Stahlproduktion die Zufuhr von schwedischem Eisenerz. Um auf dem
Weltmarkt konkurrenzfähig zu bleiben, mussten neue Verkehrsweg und
Zugänge zum Meer erschlossen werden. Eisenbahntransporte allein
waren zu kostenträchtig und führten zu einem existenzbedrohenden
Wettbewerbsnachteil. Gemeinsam mit den anderen Dortmunder
Hüttenwerken sowie Bergbauunternehmen setzte sich Hoesch intensiv
für den Bau des Dortmunder Hafens und des Dortmund-Ems-Kanals ein.

Die Geschichte des Dortmunder Hafens ist mit der Geschichte von Hoesch verknüpft. Am Steuerrad sind (v.l.n.r.) Wolfgang E. Weick (stellv. Vorsitzender der Freunde des Hoesch-Museums), Hans Wacha (Hoesch-Museum) und Isolde Parussel (Leiterin des Hoesch-Museums).
Die Geschichte des Dortmunder Hafens ist mit der Geschichte von Hoesch verknüpft. Am Steuerrad sind (v.l.n.r.) Wolfgang E. Weick (stellv. Vorsitzender der Freunde des Hoesch-Museums), Hans Wacha (Hoesch-Museum) und Isolde Parussel (Leiterin des Hoesch-Museums).

Die Ausstellung gibt
Zeugnis von Stahlprodukten, Wasserwegen und Schiffsbau und
dokumentiert über 100 Jahre maritime Partnerschaft. Die Firma Hoesch
und ihre Unternehmen investierten in Reedereien und Werftanlagen,.
Sie halfen bei der Erweiterung der deutschen Kanalwege. Die
Erfordernisse der Globalisierung machte diese Maßnahmen auch damals
schon notwendig. Übrigens: Der Hafen wurde überwiegend von
holländischen und italienischen Arbeitskräften bewerkstelligt.
Exponate unter anderem aus dem Thyssen-Krupp Konzernarchiv geben
einen kleinen Überblick.

Historische
Ansichten und Gemälde des Hafens, alte Fotografien aus der
Union-Vorstadt (Werksiedlung 1871 -1961) oder Modellschiffe zeigen
das Arbeiten und Leben mit dem Wasser. Globale maritime
Verflechtungen von Hoesch lassen Teile einer Holzspundwand, kleine
Anker sowie einer Auswahl von Erzen aus aller Welt die Besucherinnen
und Besucher erahnen. Zwei kleinere Filme aus den 1950er Jahren geben
Einblicke in die Kanalschifffahrt.

Mittelpunkt der
Sonderausstellung ist allerdings die selten gezeigte
Hoesch-Denkschrift aus dem Westfälischen Wirtschaftsarchiv. Diese
handschriftlich festgehaltene Denkschrift aus dem Jahr 1894 war
auslösend für den Bau des Hafens..

Zur Ausstellung
erscheint ein Textheft „Hoesch Maritim“ (Hans Wacha,
ehrenamtlicher Mitarbeiter Hoesch-Museum) und ein Fotoband
„Streifzug durch 120 Jahre Dortmunder Hafen“.

Als Abschluss
verbindet sich Vergangenheit und Gegenwart mit einem großen
Steuerrad (Jahr 1930) vor der Silhouette des aktuellen Hafenkanals.

Die Ausstellung wird
am Jahrestag der Hafeneinweihung am Sonntag, den 11.August 2019 im
Hoesch-Museum ( Eberhardstr. 12, 44145 Dortmund) um 11:00 Uhr
eröffnet.

Übrigens: Am Donnerstag, den
05.09.2019 findet um 18:00 Uhr ein Museumsgespräch statt. Unter dem
Titel „Das Schiffshebewerk Henrichenburg und der Schleusenpark
Waltrop“ gibt der Leiter des LWL-Industriemuseums in Waltrop, Dr.
Arnulf Siebeneicker Einblicke in die Geschichte und Gegenwart des
Schiffshebewerks (mit seinen aktuellen Problemen).




Doppelausstellung mit spitzer Feder im Kunstbonbon

Nach der Sommerpause geht es in dem kleinen, aber feinen Kunstbonbon
(Chemnitzer Str. 11) in Dortmund mit einer erfrischend boshaften und
„spitzfedrigen“ Ausstellung unter dem Titel „Nur nicht
persönlich werden!“ (Zeichnungen, Malerei und Literarisches von
Volker Krieger und Peter Bucker) vom 03.08.2019 bis zum 07.09.2019
weiter.

Ungewohnt ist, dass
zwei Männer ausstellen und dass es eher „unbunt“ wird. Es werden
hier überwiegend Zeichnungen gezeigt. Für seine Bilder,
Zeichnungen, Grafiken und Illustrationen (etwa Plakate für das
Mikrofestival, Buchcover oder Motive für Kampagnen) ist vor allem
Peter Bucker bekannt. Mit dem Namen Volker Krieger verbindet man eher
Filmisches (Beteiligungen mit experimentellen und satirischen
Kurzfilmen, Videoclips über Kunstausstellungen u.a.).

Nun entwickelte sich
wieder seine literarische und zeichnerische Ader als Ausdrucksform.
Seit 2015 sehr intensiv in „Selbstgesprächen“, die ihren
lyrischen Niederschlag zu Nachtzeiten als „Facebook-Elegien“.
Seit 2018 wurde sein zeichnerisches Talent wieder neu belebt. Mit
schwarzem Fineliner entstanden in Hochformat (13 x 15 cm) intensive
Selbstporträts. Sie stellen stark reduzierte minimalisierte
Köpfe/Gesichter dar, die eine Haltung und eigenen Charakter
ausdrücken.

Volker Krieger und Peter Bucker zeigen ihre Arbeiten im Kunstbonbon.
Volker Krieger und Peter Bucker zeigen ihre Arbeiten im Kunstbonbon.

Von Peter Bucker werden unter anderem Federzeichnungen aus der reihe „Wicht-Ich“ zu sehen sein. Der Künstler nimmt sich die „Leute von heute“ ironisch – humorvoll mit einem feinen Federstrich vor. Mal fein schraffiert, mal etwas ruppig ausgeführt. Außerdem sind auch Werke der Serie „ego“ auf Wellpappe zu sehen. Sie sind mit Hilfe von Tusche, Acryl und Pigment entstanden und Bucker nennt sie einen „kalligrafischen Ausflug ins innere Zentrum deiner selbst“.

Die Kunst kann zudem
jeweils in kleiner Buchform gekauft werden.

Die Vernissage
findet am Samstag, den 03.08.2019 um 15.00 Uhr im Kunstbonbon
(Chemnitzer Str. 11) in Dortmund statt. Worte: Peter Bucker und
Volker Krieger




3D-Drucke zum Eintauchen im Torhaus Rombergpark

In der Städtischen Galerie im Torhaus Rombergpark sind vom
28.07.2019bis zum 18.08.2019 über 25 neue manuelle 3D-Drucke (teils
digitale 3D-Drucke) des bildenden Künstlers Marc Bühren (Atelier in
Dortmund-Hörde) zu bewundern. Seit 2917 entdeckte er den manuellen
3D-Druck für sich und konnte seine erste Installation zum DEW21
Kunstpreis im Dortmunder U auch schon erfolgreich präsentieren.

Für die Technik des
manuellen 3D-Drucks erhält er maßgebliche Unterstützung durch eine
amerikanische Firma, die Ausstellungen wie diese erst ermöglichen.

Bühren arbeitet mit
einem sogenannten „3Doodler“, einem 3D Stift, der es ermöglicht,
kreative dreidimensionale Kunstwerke zu erschaffen. Da ihm die
Nachhaltigkeit wichtig ist, werden hier Bio-Kunststoffe verwendet,
die auch kompostierbar sind. Die Ausstellung mit dem Titel
„Immersion“ wurde extra für das Torhaus Rombergpark konzipiert
und hat auch einen Bezug zur Flora, Fauna und Geschichte des Parks,
wie etwa die Ermordung jüdischer und politische Häftlinge hier noch
kurz vor ende des NS-Regimes.

Der Titel
„Immersion“ bezieht sich auf das emotionale „Eintauch-Erlebnis“
in das Kunstwerk. Es ist zunächst frei von jeglichen
Interpretationsversuchen. Erstmals kombiniert der Künstler zum Teil
den manuellen und den digitalen 3D-Druck miteinander. Die
BesucherInnen werden zu einer optischen Erforschung aus verschiedenen
Blickwinkel eingeladen.

Marc Bühren zeigt außergewöhnliche Arbeiten im Torhaus Rombergpark, die mit der 3d-Drucktechnik entstanden sind.
Marc Bühren zeigt außergewöhnliche Arbeiten im Torhaus Rombergpark, die mit der 3d-Drucktechnik entstanden sind.

Die Farben schwarz,
weiß und rot sind dabei vorherrschend. Benutzt werden zudem
Substanzen wie Schellack, Moorlauge, Pigmente, Kreide, Bienenwachs,
Canauberwachs, Leinölfirnis oder Eitempera

Die Natur sowie Aspekte zur kritischen Hinterfragung der Wohlstandgesellschaft spielen eine bedeutende Rolle in dieser Ausstellung. Das zeigt zum Beispiel eine als Herzstück sich mitten im Raum freistehende Installation mit dem Titel „Evolution“. Sie besteht aus einer raumgreifenden multiplen Zeichnung, eine Baumstruktur kombiniert mit kulturellen Fundstücken aus dem Rombergpark. Wie Bühren beim Presserundgang erklärte, stammen diese „Hinterlassenschaften“ von einer großen Hochzeitsfeier hier im Rombergpark zur Pfingstzeit.

Außerdem werden
fünf Kunstwerke auf Galeriesockeln sowie verschiedene Wandobjekte
präsentiert.

Es lohnt sich, in diese außergewöhnliche Kunst-Installation mit der 3D-Technik einzutauchen und sich auf sie einzulassen. Der Künstler spielt geschickt mit der Multiplikation und Imitation natürlicher Formen und Strukturen, sowie auch mit den Sehgewohnheiten der Ausstellungsbesucherinnen und Besucher.

Die Vernissage der
Ausstellung „Immersion“ findet am Sonntag, den 28.07.2019
in der Städtischen
Galerie Torhaus Rombergpark
um 11:00 Uhr statt.

Werkeinführung: Michael Schulz-Runge
(Kunstvermittler)

Öffnungszeiten:

dienstags bis
samstags: 14.00 – 18:00 Uhr

sonntags und
freitags: 10:00 – 18:00 uhr