Grenzen der Toleranz und was kann politisches Theater bewirken

Im Studio des Schauspiel Dortmund befasst sich ab Sonntag, den
06.10.2019 (Uraufführung) um 18:00 Uhr das Stück „Familien gegen
Nazis“ von Laurence Young unter der Regie von Laura N. Junghanns
mit einem höchst aktuellem und brisanten Thema. Wie umgehen mit dem
wachsenden und zunehmend aggressiver vorgehendem neuen Rechten.

Zum Stück:

Eine Familie, Vater,
Stiefmutter und drei bereits erwachsene Kindern gibt alles im Kampf
gegen Rechte und Rechtspopulisten. Im Rahmen einer Spielshow haben
sie die einmalige Gelegenheit, die 1.000.000 Euro für einen
humanitären Projekt ihrer Wahl zu gewinnen. Es steht ihnen die
Konfrontation mit verschiedenen Spielen wie etwa „Wahrheit oder
Pflicht“, Situationen und Statements bevor. Es geht um eigene
Ängste, Verantwortung und einiges mehr. Sind ihre Taten tatsächlich
von Bedeutung oder doch nur Gewissensberuhigung? „Die Familie kennt
das Format, weiß aber nichts über genaue Inhalte“, verriet die
Regisseurin Junghanns im Pressegespräch mit Ars tremonia.

Das Hauptthema
hinter der Inszenierung ist der fehlende und notwendige Diskurs und
konstruktive Kommunikation in eine gespaltenen Gesellschaft. Das gilt
selbstverständlich auch für das Theater. Eine aktive
Auseinandersetzung mit diesem Thema ohne erhobenen Zeigefinger ist
eine wichtige Zielsetzung..

Die Familie ganz in Bonbon-Farben: (v.l.n.r.) Caroline Hanke, Uwe Rohbeck, Alida Bohnen, Lea Annou, Alida Bohnen, Lea Annou Reiners, Max Ranft und Berna Celebi. (Foto: © Birgit Hupfeld)
Die Familie ganz in Bonbon-Farben: (v.l.n.r.) Caroline Hanke, Uwe Rohbeck, Alida Bohnen, Lea Annou, Alida Bohnen, Lea Annou Reiners, Max Ranft und Berna Celebi. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Die Texte (und
Inszenierung) bewegen sich bewusst auf der Grenze des des
Aushaltbaren und loten zudem die Frage aus: „Was darf man auf einer
Bühne zeigen und wo liegen da die Grenzen?“

Atmosphärisch
unterstützt wird die Vorstellung musikalisch live (auch mit eigens
für die Produktion entwickelten Songs) vom Dortmunder Duo AniYo kore
(Melody & Rene). Im letzten Jahr war das Duo schon bei „Orlando“
(ebenfalls Regie Laura N. Junghans) mit von der Partie.

Für Live-Video
Animationen sorgt der im Schauspiel schon bekannte und erfahrene
Tobias Hoeft.

„Es wird eine
Bühnenshow geben, die neben dem, was das Publikum von einer solchen
erwartet, auch Überraschungen bietet“, so Junghanns.

Die Aufführung
dauert ungefähr 1 Stunde und 40 Minuten.

Für die Uraufführung am 06.10.2019 gibt es nur noch wenige Restkarten. Informationen und Karten zu weiteren Aufführungsterminen erhalten Sie wie immer unter www.theaterdo.de oder Tel.; 0231/ 50 27 222




Artothek zeigt Kunstwerke von Gabi Kleipsties

Unter dem Motto „Formen und Strukturen“ präsentiert die Artothek
(1. Etage) in der Dortmunder Stadt- und Landesbibliothek bis zum 8.
November 2019 siebzehn Öl und Collage-Arbeiten auf Leinwand von der
Künstlerin Gabi Kleipsties (*1966) aus Schwerte.

Sie ist schon seit
fast dreißig Jahre künstlerisch tätig und absolvierte ein
Designstudium an der Fachhochschule Dortmund. Seit 1993 ist Gabi
Kleipsties freischaffende Künstlerin.

Zunächst malte
Kleipsties realistisch, in den letzte Jahren eher abstrakt. Als
Dozentin an der Jugendkunstschule Unna und im Rahmen des
Landesförderprogramms „Kultur und Schule“ auch in verschiedenen
Grundschulen bringt sie Kindern und Jugendlichen (auch Erwachsenen)
den Spaß an den malerischen Ausdrucksmöglichkeiten näher.

Stark beeinflusst
und inspiriert von den Eindrücken aus der Natur, bevorzugt die
Künstlerin auch entsprechende Farbtöne. Der Titel „Formen und
Farben“ weist auf auf eine reflektierende Auseinandersetzung mit
der Malerei sowie dem Dialog zwischen durchdachten malerischen
Bildkompositionen sowie der spontanen Ausdrucksmöglichkeit.

Die Arbeiten sind im
Spannungsfeld zwischen realistisch Dargestellten und Abstrakten
angesiedelt.

Gabi Kleipstis vor ihrer Arbeit "Settlement". Alle Bilder sind in der Artothek Dortmund zu sehen.
Gabi Kleipstis vor ihrer Arbeit „Settlement“. Alle Bilder sind in der Artothek Dortmund zu sehen.

Eindrücke aus der Natur und das Wiedererkennbare wird bei Gabi Kleipsties durch die Collagetechnik mit Hilfe von Spachtelstrukturen, Steinen oder Sand verfremdet. Durch Überlagerungen von verschiedenen Spachtelschichten, dem verschmelzen von Farbschichten findet eine Loslösung vom vom Abbild statt und es entsteht etwas Neues und spontan Überraschendes. Der Zufall hat eine Chance.

Das Gleichgewicht
der Bildelemente setzt sich aus farbigen Schwerpunkten zusammen und
gelingt durch Verwendung von Naturtönen, Rosteffekten, Tuschen,
Pigmenten sowie dem Gebrauch struktureller Elemente wie Linien,
Kreise oder Rechtecke.

Die Bilder strahlen etwas geheimnisvolles aus, sind aber trotz ihrer Gegenstandslosigkeit oft geprägt von Ruhe und Harmonie. Im Fall des Werkes „Planet“ ist ein solcher für den Betrachter recht gut zu identifizieren. Es gibt aber bei Gabi Kleipsties immer viel Raum für Fantasie und Assoziationen. Die Bilder haben alle englische Bezeichnungen, die die Gedankengänge anregen können.

Die Ausstellung ist
dienstags und freitags zwischen 10 und 19 Uhr in der Artothek zu
sehen. Der Eintritt ist frei.

Übrigens:

Es lohnt sich nicht
nur, sich die Ausstellung anzusehen, sondern es besteht auch die
Möglichkeit, sich in der Artothek relativ preisgünstig Kunstwerke
auszuleihen. Das ist eine der wichtigen Aufgaben der Artothek. Kunst
soll für möglichst viele Menschen zugänglich sein. Wer einen
Leihausweis der Stadt- und Landesbibliothek besitzt, kann für eine
gewisse Zeit interessante Kunstwerke erwerben. Schauen Sie mal
vorbei.




Jugendtheaterstück um die Mechanismen und Folgen von Cybermobbing

Die Premiere der neuen Produktion des jungen Ensembles Kulturbrigaden
unter der Leitung von Rada Radojcic „Alle außer das Einhorn“
(Kirsten Fuchs) befasste sich am 27.09.2019 im Theater im Depot
(Dortmund) eindringlich mit den Mechanismen und Folgen von
Cybermobbing.

Erzählt wird die
Geschichte von der Schülerin Netti (genannt das Einhorn), die von
einer Mädchen-Gang um die neue in der Klasse „Fever“ (eigentlich
Gesine) auf das Übelste gemobbt und gedemütigt wird. Die die von
Fever gegründete Chatgruppe nennt sich bezeichnenderweise „Alle
außer das Einhorn“. Selbst ihr bester Freund Julius wird zum
Mitläufer und lässt sie im Stich. Lügen, Hasskommentare,
Beleidigungen und Drohungen werden in dem anonymen Chatraum im Netz
immer dreister. Kontrolle ist nicht mehr möglich. Die Eltern, Lehrer
oder der Busfahrer sind hilflos, denn Netti öffnet sich nicht
wirklich mit ihrem Problem.

Gerade wurde mit der
Klasse eine Projektwoche zum Thema „Mobbing“ durchgeführt. Die
Ergebnisvorstellung und ein Kostümfest soll das Projekt beenden. Als
die besorgte Mutter von Netti die Hasskommentare im Handy ihrer
Tochter entdeckt, stellt die Lehrerin die SchülerInnen zur Rede.

Das Einhorn wird Opfer von Cybermobbing. Das eindringliche Stück der Kulturbrigaden zeigt die Folgen. (Foto: © Kulturbrigaden/Rada Radojcic)
Das Einhorn wird Opfer von Cybermobbing. Das eindringliche Stück der Kulturbrigaden zeigt die Folgen. (Foto: © Kulturbrigaden/Rada Radojcic)

Sie lässt sich aber
zu gerne von den Schülern erzählen, dass die Mobbing-Attacken auf
Netti nur ein Experiment waren.

Der Name „Netti“
(Janette) kann hier als Synonym für lieb und nett gesehen werden.
Netti will nur ein Teil der Gemeinschaft sein. Im Laufe des Abends
gewinnt sie jedoch, wohl auch weil ihr alter Freund Julius wieder zu
ihr hält, an Stärke und Widerstandskraft. So ändert sich alles am
Tag des Kostümfests. Eigentlich soll „das Einhorn“ dann endlich
mal so richtig auf das Horn kriegen, dann steckt aber jemand anderes
in Nettis Kostüm…

Die sechs
SchauspielerInnen plus Rada Radojcic als Nettis Mutter spielten ihre
Rollen intensiv und glaubhaft. Das Publikum konnte auf einem Monitor
immer die eingehenden Hassbotschaften verfolgen. Die wurde oft von
den SchauspielerInnen dann auch noch einmal gesprochen.

Die Mädchen-Gang um
Fever stachelten sich immer wieder in einer Gewaltspirale an, um sich
um so stärker zu fühlen. Julis machte lange Zeit mit schlechtem
Gewissen mit.

Deutlich wurde bei
Fever, dass frühere Opfer oft selbst zum Täter werden. Sie haben
eine große Angst davor, wieder zu einem „verletzlichen Einhorn“
zu werden. Die Opfer schweigen oft aus Scham, zweifeln im schlimmsten
Fall an sich selbst, und vertrauen nicht auf die Hilfe von Lehrern,
Eltern oder Polizei und anderen. Wie wichtig ein Freund ist, zeigt
diese Geschichte.

Die Unsicherheit der
Lehrerin und die Verzweiflung der überforderten Mutter kamen durch
die Schauspielerinnen gut rüber.

Eine transparente
Trennwand symbolisierte den Abstand zwischen Tochter und Mutter
treffend. Trotz großer Anstrengungen schafft es die Mutter nicht,
mit ihrer Tochter in ein konstruktives Gespräch zu führen und
eventuell Hilfe von professioneller Seite zu suchen und zu finden.

Die Inszenierung
wurde mit eingespielten Pop oder auch Rap-Songs aufgelockert. Eine
schöne Choreografie und unterschiedliche Tiermasken sorgten für den
Showdown.

Am Ende wird noch
wird noch per Monitor Hilfsadressen für betroffene von Cybermobbing
eingeblendet.

Ein hochbrisantes
und aktuelles Thema, deren Folgen sogar schon Menschen in den Tod
getrieben hat.

Wäre zu wünschen,
das dieses Stück an vielen Schulen gezeigt würde!

Weitere
Informationen zum Programm des Theaters im Depot unter
0231/ 9822336 oder
aus dem Programmheft vor Ort in der Immerma
nnstr.
29 in Dortmund.




Sophie Scholl und die Gewissensentscheidung

Im kleinen intimen Bühnenraum Sckelly des Dortmunder Kinder- und
Jugendtheaters (KJT) hatte am 26.09.2019 mit „Name: Sophie Scholl“
von Rike Reiniger (ab 14 Jahre) unter der Regie von Annette Müller
ein besonderes Solo-Stück seine Premiere. Für die
KIT-Schauspielerin Ann-Kathrin Hinz war ihre erst Solorolle eine
große Herausforderung.

Worum geht es: Die
junge Jura-Studentin Sophie Scholl hat gerade ihre wichtige
Examens-Abschlussarbeit absolviert und abgegeben. Nun steht sie vor
der schweren Entscheidung, ihren korrupten Professor durch eine Lüge
als Zeugin vor Gericht zu schützen und ihre Karriere zu gefährden,
oder die Wahrheit zu sagen und die angeklagte Sekretärin der Uni mit
ihrer Aussage zu entlasten. Dass sie den Namen der
Widerstandskämpferin Sophie Scholl (1921–1943) die wegen ihrer
klaren Gewissensentscheidung gegen das Nazi-Regime ermordet wurde,
macht ihr die moralische Entscheidung nicht leichter….

Der Bühnenraum wird
zu einem Assoziationsraum, dicht mit verschieden großen
Druckbuchstaben beschriebenen Wandtafeln versehen. Auf den Wandtafeln
stehen einzelne Worte wie „Heimat“, „No Future“, prägnante
Artikel aus dem Grundgesetz, besonders groß „Freiheit“ und viele
anderen Begriffe.

Die beiden
Persönlichkeiten werden von Ann-Kathrin Hinz abwechselnd
gegenübergestellt. Sie schlüpft aber nicht nur in die beiden
Rollen, sondern auch in die der verschiedenen Wegbegleiter. Außerdem
bewältigt sie einen rasanten Wechsel in verschiedene Zeitebenen.

Mal ist sie das am
Anfang naiv begeisterte BDM-Mädchen Sophie Scholl, dann die
lebensfrohe junge verliebte Frau oder am Ende die bis zu ihrem Ende
standhaft-klare Persönlichkeit. Dann stellt sie wieder glaubhaft die
in ihrem moralischen Dilemma verzweifelte Jura-Studentin mit all
ihren Facetten dar.

Ein großes
Kompliment für diese Leistung. Die Schauspielerin war ein Glücksfall
für diese anspruchsvolle Aufgabe. Sie konnte ihre vielseitigen
Talente, wie etwa Schauspiel oder Gesang, hier voll zur Geltung
bringen.

Mit ihrer
Körperlichkeit und dem geschickten Einsatz der Stimme, leise oder
verzagt, mal wütender, mal laut, zog sie das Publikum in den Bann.
Wie die beiden Schicksale erst nebeneinander stehen, dann plötzlich
auf einander prallen, erzeugte eine Spannung und berührte die
Anwesenden.

Ann-Kathrin Hinz brachte durch ihr körperliches Spiel die Zerrissenheit der Figur Sophie Scholl gut zum Tragen. (Foto: © Birgit Hupfeld)
Ann-Kathrin Hinz brachte durch ihr körperliches Spiel die Zerrissenheit der Figur Sophie Scholl gut zum Tragen. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Die Entscheidung,
sich für humanistisch-moralische gesellschaftliche Werte einzusetzen
und nicht durch allgegenwärtige Instrumentalisierung von Ängsten
lähmen zu lassen, ist gerade in der heutigen Zeit (wieder) von
Bedeutung.

Welchen Wert hat die
Wahrheit, Loyalität? Welche persönliche Verantwortung trägt der
Einzelne? Lässt sich das Private vom Politischen trennen?

Der Heute-Bezug
wurde besonders klar, als die Schauspielerin zunächst als Sophie
Scholl ein Lied der Hitlerjugend sang, und später eine fetzige
YouTube-taugliche Version darbot. Wie verführbar sind wir heute
durch solche dumpf-nationalistischen Liedtexte im modernen Gewand?

Atmosphärisch stark
begleitet wurde die Vorstellung durch die intensiven Sounds von
Michael Lohmann. Er sorgte für die leisen wie lauten stimmungsvolle
Melodien und Songs, ob als Begleitung oder im Vordergrund. Mit
relativ wenigen Requisiten wurde die passende Stimmung geschaffen.

Eine eindrucksvolle
Inszenierung, die mit Standing-Ovations belohnt wurde.

Karten und Infos
über weiteren Aufführungen erhalten Sie wie immer unter
www.theaterdo.de oder Tel.:
0231/ 50 27 222.




Galerie 103 präsentiert Kunst in einem ganzheitlichem Zusammenhang

Im Rahmen der „Offenen Nordstadtateliers 2019“ in Dortmund am
Wochenende 28./29.09.2019 zeigt die Galerie 103 (Chancen-Café
103) in der Oesterholzstraße 103 eine Ausstellung von drei
größeren farbigen Bilder sowie einigen Zeichnungen des Künstlers
Davoud Sarfaraz (geb. 1954, Iran) unter dem aufmunternden Titel „Die
Welt wartet schon auf die Frauen“ in ihren Räumlichkeiten.

Sarfaraz lebt schon
die Hälfte seines Lebens (über 32 Jahre) in Deutschland. Wie er bei
einem Pressegespräch erklärte, ist er sehr dankbar dafür, hier
leben zu können.

Er will uns jedoch
mit seiner Kunst aus den Zwängen des Alltagsstress, dem Zeitmangel,
Konsumzwängen und Hetze oder den Begrenzungen durch Religionen und
Doktrinen befreien und den Blick nach innen zu richten. Kunst und
Freiheit gehören für ihn zusammen. Sie bieten die Chance,
innezuhalten – einen Moment der Stille zu erleben.

Seine Bilder sind
einerseits fremdartig traditionell orientalisch gehalten,
andererseits verbindet er sie mit einer kraftvollen modernen
bildnerischen Sprache der Moderne.

Davoud Sarfaraz in der Galerie 103 mit Zeichnung „Die Friedenstaube“ (Foto: © Guido Meincke)
Davoud Sarfaraz in der Galerie 103 mit Zeichnung „Die Friedenstaube“ (Foto: © Guido Meincke)

Wie Guido Meincke
(Machbarschaft Borsig11) erläuterte, ist die Ausstellung im Rahmen der
offenen Nordstadtateliers 2019 ein Teil des übergeordneten
ganzheitlichen Konzepts des Programms „Namaste 103“ von
Machbarschaft Borsig11 e.V. im Chancen-Café
103, gefördert von Interkultur Ruhr und realisiert mit Chancen der Bewohner des Borsigplatz-Quartiers.
Ziel ist, Kunst und gesellschaftliches Leben zusammenzuführen.

Unter
der Leitung von Anup Khattri Chettri wird in der Nordstadt zum Beispiel meditiert.
Menschen aus verschiedenen Kulturen treiben gemeinsam Sport, kochen und essen zusammen, malen oder
musizieren. Spiritualität im Sinne von Anup repräsentiert keine
bestimmte Religion oder dogmatische Philosophie, sondern ist absolut
säkular. Geeignet für alle Menschen,
ob religiös oder ohne Glauben. Es geht darum, Ruhe, Frieden und
Klarheit zu erlangen.

So gibt es an den beiden Tagen der Offenen Nordstadt Ateliers 2019 nicht nur die Kunst von Davoud Sarfaraz zu sehen, sondern es gibt dazu ein Programm mit persischen Leckereien und Musik.

Weitere Informationen: www.borsig11.de

Programm:

Samstag, den
28.09.2019 15:00 – 20.00 Uhr

15:00 Uhr: Eröffnung
mit Dr. Phil. Helga Jansen

18:00 Uhr: Konzert
mit Kioomars Musayyebi (Santur)

19:00 Uhr:
Persisches Abendessen

Sonntag, den
29.09.2019 11:00 – 18:00 Uhr

Gespräche bei
Kaffee, Tee, Kuchen und persisches Gebäck

16:00 Uhr
DADAistische Straßenkunst




Ein besonderer Pinguin auf der Suche nach Freundschaft und Glück

Im Dortmunder Kinder- und Jugendtheater (KJT) hatte am Freitag, den
20.09.2019, das Stück „Ginpuin“ (ab 4 Jahre) Premiere. Die durch
viele schöne Produktionen bekannte KJT-Regisseurin Antje Siebers hat
die Bühnenfassung von Winnie Karnofka nach einem Bilderbuch (Barbara
van den Speulhof und Henrike Wilson) fantasievoll und mit viel Humor
inszeniert. Es ist eine Geschichte vom anders ein und dem starken
Wunsch nach Akzeptanz, Zugehörigkeit, Freundschaft.

In einer arktischen
Landschaft mit Eisschollen und Eisberg (dargestellt mit beleuchteten
hellen Holzplatten) auf der Südhalbkugel unseres Planeten erscheint
ein neuer Pinguin. Er ist anders als die anderen Pinguin, obwohl er
äußerlich genauso aussieht. „Ginpuin“ verdreht die Buchstaben.
Aus „dankeschön“ wird so etwa „schankedön“. Die anderen
Pinguine lachen (zunächst) über ihn und geben ihn seinen
Spitznamen. Traurig macht sich Ginpuin auf eine lange Reise bis zum
anderen Ende der Welt, um sein Glück zu finden und ein Held zu
werden. Er begegnet anderen Tieren und einer freundlichen Fischerin,
die ihn mitnimmt. Auf einer grünen Insel wird er sogar sehr
glücklich. Das ist aber noch nicht das Ende der Geschichte…

Ein großes
Kompliment für die wunderbaren humorvoll-fantasievollen Kostüme und
Ausstattung von Julia Schiller. Für die atmosphärischen
Videoprojektionen im Hintergrund mit zum Beispiel einem schönen
Nachthimmel oder Sonnenuntergang sorgte Peter Kirschke. Mit Humor,
Spielfreude, kleinen Tanz- sowie Gesangseinlagen überzeugten die
KJT-Schauspieler: Bianka Lammert als cooler, sprechender „Eisberg“
und relaxt-entspannte, an die Hippie-Zeit erinnernde „grüne
Insel“.

Auf einer grünen Insel wird Ginpuin (Bettina Zobel, rechts) glücklich. Mit auf dem Bild: Die Ensemblemitglieder Thorsten Schmidt; Jan Westphal und Bianka Lammert  (v.l.n.r.). Foto: © Edi Szekely)
Auf einer grünen Insel wird Ginpuin (Bettina Zobel, rechts) glücklich. Mit auf dem Bild: Die Ensemblemitglieder Thorsten Schmidt; Jan Westphal und Bianka Lammert (v.l.n.r.). Foto: © Edi Szekely)

Mit viel Spaß an
der Verwandlung schlüpften auch Thorsten Schmidt und Jan Westphal
gleich in mehrere Rollen als Pinguine und andere Tiere. Bettina Zobel
hatte in ihrer Rolle als Ginpuin die große Herausforderung, die
Sprachverdrehungen unfallfrei vorzutragen. Sie tat es mit einer
lockeren Selbstverständlichkeit.

Neben den vier
Schauspielern stand auch noch die Musikerin Maria Trautmann. Mit
passenden Hintergrundklängen und Songs sorgte sie nicht nur live auf
der Bühne mit verschiedenen Instrumenten (z.B. Posaune oder
Synthesizer) für eine besondere Stimmung, sondern überzeugte auch
als Fischerin.

Am Ende kommt auch
die drohende Eisschmelze durch den Klimawandel zur Sprache.

Rührend und etwas
naiv, wie am Ende alle gemeinsam versuchen, durch das Aussprechen von
Begriffen, die Kälte assoziieren („Eis am Stil“ u.a.) das
drohende Schmelzen des Eisbergs zu verhindern.

Informationen zu
weiteren Aufführungsterminen erhalten Sie wie immer unter
www.theaterdo.de oder Tel:
0231/ 50 27 222.




Wundersame Kunstwelten im Torhaus Rombergpark

Die Städtische Galerie im Torhaus Rombergpark (Dortmund) zeigt vom
22.09.2019 bis zum 13.10.2019 unter dem „Wundersame Welten“
fünfzehn großflächige Acrylzeichnungen des Pop-Künstlers Helmut
Kottkamp (Jahrgang 1954) aus Mühlheim an der Ruhr. Die Werke sind
alle, so Kottkamp, in den letzten drei Jahren entstanden.

Ab 1968 beschäftigt
sich der Künstler mit surrealistischer Malerei, seit 2007 mit
Popart. Er zerlegt uns bekannte Dinge, ordnet sie neu zu seiner
Kunst. Seine surrealen, kubistischen und farbenfrohen Arbeiten
lassen Fragen offen und bieten Raum für Assoziationen. Er collagiert
nicht nur alles zu Neuem, sondern arbeitet auch Teile seiner
Installationen oder sogar sich selbst und andere bekannte
Persönlichkeiten in die Zeichnung mit hinein. Tiere und und andere
Details sind oft erst auf dem zweiten Blick zu erkennen.

Helmut Kottkamp vor seinem Bild "Poseidon" zu sehen in der Galerie Tohaus Rombergpark.
Helmut Kottkamp vor seinem Bild „Poseidon“ zu sehen in der Galerie Tohaus Rombergpark.

Viele bekannte Film-
und Pop-Musik-Größen oder Poseidon aus der griechischen Mythologie
können die Besucherinnen und Besucher in seinen Werken wiederfinden.
Interessante Kombinationen wie etwa Martin Luther und Che Guevara,
bekannte Größen aus der Filmwelt wie Johnny Depp („Fluch der
Karibik“), „Die Vögel“ (Hitchcock), aus „Zeugin der
Anklage“, der „Terminator“ (Arnold Schwarzenegger), oder
Musikstars wie Mick Jagger, Lady Gaga, sowie die vier Beatles
(Sergeant Pepper) u.a. sind dort zu sehen. In die Arbeit „Sergeant
Pepper“ hat Kottkamp seinen eigenen Großvater mit eingebaut.

Eine politische
Entwicklung der SPD anhand vier großer Persönlichkeiten (ähnlich
aufgereiht wie die Präsidenten der USA im Grand Canyon, Mount
Rushmore National Memorial) zeigt eindrucksvoll das Werk mit dem
Titel „Genossenzeit“. Es gibt viel zu entdecken und es lohnt
sich, in diese „Wundersamen Welten“ einzutauchen.

Die Eröffnung
findet am Sonntag, den 22.09.2019 um 11:00 Uhr in der Städtischen
Galerie Torhaus Rombergpark (Am Rombergpark 65) statt.

Öffnungszeiten:

dienstags bis
samstags: 14:00 – 18:00 Uhr

sonntags und
feiertags: 10:00 – 18.00 Uhr

Eintritt frei




„Madame Butterfly“ und die Tragik einer Desillusionierung

Im Dortmunder Opernhaus hatte am 15. September 2019 die tragische
Oper „Madame Butterfly“ von Giacomo Puccini (1858 – 1924) in
drei Akten mit dem Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
seine vom Publikum gefeierte Premiere.

Die emotional
bewegende Musik von Puccini wurde durch die Dortmunder Philharmoniker
unter der engagierten Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz.
Unterstützt wurden die Sängerinnen und Sänger zudem vom Opernchor
Theater Dortmund (Leitung: Fabio Mancini) sowie der Statisterie und
Kinderstatisterie (Theater Dortmund).

Beeinflusst war
Puccini für seine Oper zum einen von der der Tragödie „Madame
Butterfly“ (David Belasco) wie auch von der gleichnamigen
Kurzgeschichte des Autors John Luther Long. Musikalischen flossen in
diese italienische Oper nicht nur rein japanische Motive in das Werk
ein, sondern als Ideengeber diente zudem eine in der Schweiz
hergestellte Spieluhr mit chinesischer Folkloristik.

Die moderne
Inszenierung von Regisseur Tomo Sugao spielte bewusst mit gängigen
Japan-Amerika-Klischees, mit traditionellen (Kimono, Samurai-Krieger)
wie modernen Elementen (Projektion, Handy oder von japanischen Mangas
oder Schuluniformen beeinflussten Kleidungsfragmenten). Alles in den
amerikanischen Farben blau, weiß und rot gehalten.

Entsprechend der
Perspektive (Brille) des amerikanischen Marineoffiziers Pinkerton
(stark Andrea Shin) wurde die Hochzeitsgesellschaft entsprechend
gekleidet. Die Bühne war komplett mit japanischen Schiebetüren und
Raumteilern (Shoji-Stil) ausgestattet, die sich wunderbar flexibel je
nach Bedarf einsetzen ließen und mit denen gespielt werden konnte.

In der Handlung
benutzt Marineoffizier Pinkerton das vom etwas
schleimig-anbiederischen Vermittler Goro (humorvoll-ironisch
dargestellt von Fritz Steinbacher) erworbene Haus in Nagasaki samt
Geisha Cio-Cio-San und Dienerschaft als amüsantes Spielzeug. Er will
die exotisch reizvolle junge Sio-Cio-San, von ihm „Butterfly“
(Schmetterling) genannt, pro forma heiraten. Nach geltendem Recht
kann er die Ehe jederzeit auflösen lassen, um später eine passende
Amerikanerin zu heiraten.

Madame Butterfly (Cio-Cio-San), sehr sensibel interpretiert und großartig gesungen von Anna Sohn, gibt alles für ihren „amerikanische Traum“ als die Ehefrau von Pinkerton auf. Sie gibt ihre Familie auf, die sie – angeführt von Onkel Bonzo (kraftvoll Denis Velev) – verstößt, als sie den katholischen Glauben ihres Mannes annimmt. Außerdem wartet sie drei Jahre geduldig mit ihrem inzwischen geborenen kleinen Sohn auf die Rückkehr ihres Ehemannes.

Frank Philipp
Schlößmann schafft mit seinem Bühnenbild Raum für
Sehnsuchtsbilder, die die Hoffnung und Erwartungs-Illusionen von
Butterfly verdeutlichen. So kreisen im Hintergrund Projektionen der
Freiheitsstatue oder es ist eine große amerikanische Flagge zu
sehen, die am Ende desillusioniert heruntergefahren wird.
Atmosphärisch wird das Licht eingesetzt, und zwei gegeneinander
fahrbare Ebenen mit Lichtrahmen sorgen für immer neue Bildeindrücke
und -ausschnitte.

Zentral ist die
Brautthematik im Stück. Zunächst ist Butterfly in einem japanischen
Brautkimono gehüllt, beim Liebesduett trägt sie ein westliches
Brautkleid. Als Traum- und Spiegelbild wird ihr schon da die
„amerikanische Rivalin“ Kate Pinkerton (Penny Sofroniadou),
ebenso gekleidet gegenübergestellt.

Ihr treu zur Seite
steht immer die Dienerin Suzuki (Hyona Kim). Der Konsul Sharpless
(Mandla Mndebele) hat zwar Mitleid, kann aber auch nicht wirklich
helfen.

Als B.F. Pinkerton
nach drei Jahr mit seiner neuen Frau Kate zurück kommt, um den
kleinen Sohn nach Amerika mitzunehmen, bleibt der desillusionierten
Butterfly nur der Weg in den gemeinsamen Tod mit ihrem Sohn. Hier
nimmt der Regisseur eine kleine Änderung vor, denn in der
Ursprungsfassung überlebt das Kind.

Informationen zu
weiteren Aufführungsterminen erhalten Sie wie immer unter
www.theaterdo.de




Emerging Artists Festival Dortmund als vernetzende Künstlerplattform

Das Festival für zeitgenössische Kunst aus „Emerging Artists
Dortmund“ findet vom 14. September bis zum 17. November 2019 zum
dritten Mal auf der Ebene Zwei des Dortmunder U (UZWEI –
kulturelle Bildung) statt.

Für die UZWEI als
Gastgeber verriet deren Leiterin Mechthild Eickhoff über die
Zielsetzung des Festivals: „Es ist eine Plattform für kreative,
innovative Künstlerinnen und Künstler mit klugen Ideen mit
Vorbildfunktion.“ Zehn von einer sachkundigen internationale Jury
ausgewählte KünstlerInnen mit ihren Werke sollen nicht nur
herausgehoben werden, sondern sich aktiv vernetzen und ausgestattet
werden. Sich weiter zu entwickeln und erfolgreich sowie professionell
zu arbeiten.

Das Festival ist
eine Kooperation zwischen dem Kulturbüro Dortmund, dem Dortmunder
Kunstverein und der UZWEI – Kulturelle B sowie ein Teil des
Projektes smART-places. Schon seit Anbeginn unterstützt die
Wilo-Foundation das Projekt als Förderer. Die Projektleitung liegt
bei Andree Höppe (Hartware MedienKunstverein) und Linda Schröer
(Kunstverein) .

Unsere Stadt
entwickelt sich immer mehr zu einem kulturellen Schmelztiegel mit
einer wachsenden Szene an bildenden Künstler*innen, Designer*innen,
Szenograf*innen und aus diversen anderen kreativen Branchen. Das
professionelle grafische Erscheinungsbild und die
Ausstellungsgestaltung, die Fotografien sowie das
Vermittlungsprogramm zu Emerging Artists entstand in Zusammenarbeit
mit Studierenden und Absolventen der hiesigen Hochschulen.

Kommunikationsdesign
: Marius Burgmann und Mike Magduschewski (ADLIPS DESIGN BUREAU)

Szenografie:
Kathrin Breitenbach und Jasmin Keune-Galeski (Studentinnen der
Szenografie und Kommunikation , Fachhochschule Dortmund).

Fotografie: Karol
Pryk (Student Fotografie FH Dortmund).

Die
Arbeiten der zehn Künstlerinnen und Künstler bewegen sich in dem
Spektrum bildende Kunst, Design, Szenografie und Fotografie. Sie
sind jeweils ein individueller Beitrag, der die Besucher*innen in
andere Wahrnehmungsräume und bewusst irritieren
will. Es wird mit unterschiedlichen Materialien,
oft
auch in Kombination von
verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen, wie Skulptur,
Fotografie, Bild oder auch
Text. Mit der digitalen Welt
und der besonderen Wahrnehmung, und in einem Beitrag mit zwei
„bewegten“ Objekten, die obwohl unterschiedlich groß, irgendwie
miteinander interagieren.

(c) Katja Mudaray Emerging Artists Dortmund 2019, Adlips Design Bureau
(c) Katja Mudaray Emerging Artists Dortmund 2019, Adlips Design Bureau

Den Entstehungsprozess der Kunst können sich die Besucher*innen an drei Bildschirmen erleben. Dabei sitzen sie auf drei offenen Holzstühlen, die mit einer weichen Schaumgummimasse bezogen sind und witzigerweise auf den ersten Blick als harte Unterlage wahrgenommen wird. Viel Raum für eigene Assoziationen.

Es besteht die Möglichkeit, von den einzelnen Arbeiten der
Künstler*innen eine Postkarte mitzunehmen oder eine kleinere Edition
auch käuflich zu erwerben.

Im Rahmen von Emerging Artists gibt es nicht nur viele Workshops oder
Vorträge, teilweise z:B. auch im Rekorder (Gneisenaustraße 55) mit
wichtigen Tipps (z.B. Selbständigkeit, Antragsformalitäten oder
Urheberrechtsfragen).

Die
Eröffnung des Festivals
findet am 13. September 2019
um 19:00 Uhr (Kino im Dortmunder U) statt. Anschließend wird die
Ausstellung
auf der UZWEI (2. Etage) eröffnet.

Ab 21:00 Uhr gibt es dann eine Aftershowparty mit Delicious
Frequencies an den Plattentellern

Ort: Rekorder, Gneisenaustr. 55, 44147 Dortmund.




Stimmungsvolle Opern-Gala beim vierten Cityring-Konzert

Mit einem großen Aufgebot an glänzenden Stimmen und einem gut
ausgewogenen Programm mit Ausblick auf die neue Opern-Spielzeit
starteten zum vierten Mal die dreitägigen Cityring-Konzerte am
Freitag, den 06.09.2019 auf dem Dortmunder Friedensplatz.

Der Abend stand
unter dem Motto „Un bel di vedremo – Der Abend der großen
Stimmen“ .

Das Programm wurde
von Dirk Rutenhofer (Vorsitzender Cityring Dortmund) und
Opernintendant Heribert Germeshausen humorvoll-informativ moderiert.
Die Dortmunder Philharmoniker unter der Leitung von
Generalmusikdirektor Gabriel Feltz zeigte sich gut aufgelegt und
gewohnt professionell. Der Opernchor des hiesigen Theaters
(Einstudierung Fabio Mancini) unterstützten die Sängerinnen und
Sänger auf der Bühne tatkräftig.

Die Ouvertüre aus
die Hochzeit des Figaro ( Mozart) war der Einstieg für eine
stimmungsvolle Operngala bei etwas kühleren Temperaturen. Denis
Velev (Bass) sorgte mit der witzig-ironischen Register-Arie aus Don
Giovanni (Mozart) für heitere Gelassenheit.

Mandla Mndebele
(Bariton) heizte die Stimmung temperamentvoll mit „Votre toast“
aus Carmen (Georges Bizet) an, und Irina Simmes (Sopran) zeigte ihr
Können mit der Arie „Je dis que rien ne m‘épouvante
(Carmen). Ein Star der
Operngala war sicher Andrea Shin (Tenor), der mit seiner humorvollen
Version von „O sole mio“ das Publikum mitriss.

Ab
der neuen Spielzeit wird jedes Jahr im Mai, dem Geburtsmonat von
Richard Wagner im Kontext zu seinen Vorläufern, Antipoden und
Zeitgenossen einen „Wagner-Kosmos“ im Dortmunder Opernhaus
eingeführt. Das Vorspiel von „Lohengrin“, 3. Akt) von Wagner,
nach der Pause aus dem 1. Akt, und das vom Chor dargebrachte
„Gesegnet soll sie schreiten“ (Lohengrin) boten dem Publikum eine
eindrucksvolle Kostprobe.

Wagners
Zeitgenosse Daniel François
Esprit Auber wurde den ZuhörerInnen mit zwei Arien aus „Die Stumme
aus Portici“ von Anna Sohn (Sopran) und Andrea Shin / Mandla
Mndebele näher gebracht.

Mogan
Moody (Bassbariton) zeigte nicht
nur seine komödiantische, sondern auch
seine „teuflische“ Seite bei der Arie „Son Io spirito“ aus
Mefistofele (Arrigo Boito).

Einen
berührenden Ausblick auf die Premiere von „Madame Butterfy“
(Giacomo Puccini), die Premiere ist am 15.09.2019 um 18:00 Uhr, gaben
Sae-Kyung Rim (Sopran) und Hyona Kim (Mezzosopran) zusammen mit dem
Opernchor mit der Arie „Scuoti quella fronda“.

Emotional
wurde es auch mit Verdis „Stride la vampa“ , gesungen von Hyona
Kim (Mezzosopran ) und dem Chor-Highlight „Zigeunerchor“ aus Il
Trovatore.

Die
Puccini-Arien „O mio babbino caro“ aus
Gianni Schicchi“
sowie „Un bel die
vedremo“ (Madame Butterfly) wurden von
Irina Simmes (Sopran9 und Sae-Kyung Rim (Sopran9 sensibel
interpretiert.

Zum
Abschluss sangen alle gemeinsam „Tutto nel mundo è burla“ aus
Verdis Falstaff und als
Zugabe gab es noch Brindisi
Arie „Libiarno ne‘ lieti calici“.