43. Ballettgala in Dortmund: Ein Abend voll Poesie und moderner Fantasie
Am 26. September 2026 startete die Oper Dortmund mit der 43. Ballettgala in die neue Spielzeit. Traditionsgemäß führte Kammersänger Hannes Brock wieder mit spürbarem Herzblut durch das Programm.
Den Auftakt bildete eine exklusive Vorschau auf die kommende Dortmunder Eigenproduktion „Dracula“ in der Choreografie von Krzysztof Pastor. Als internationale Gäste überzeugten unter anderem Thomas Martino und Daniel Domenech vom Ballet de l’Opéra Nice Côte d’Azur.

Statt klassischem Spitzentanz und bravourösen Sprungfolgen setzten die meisten Stücke auf moderne Ausdrucksformen und experimentelle Klänge: Das Publikum erlebte eine dichte Abfolge poetischer Pas de deux und berührender Soli. Da die Compagnie „Les Ballets de Monte-Carlo“ ihren Auftritt kurzfristig absagen musste, sprangen hochkarätige Gäste aus Spanien sowie vom Bayerischen Staatsballett ein.
Besondere Akzente setzten zwei Tänzerinnen: Filipa de Castro (Companhia Nacional de Bailado) faszinierte sowohl mit „Horizon of Fado“ als auch mit einer feinsinnigen Interpretation zu Franz Schuberts „Du bist die Ruh’“. Zarina Stahnke glänzte mit der Uraufführung von „Sylphe“.
Ein feierlicher Höhepunkt war die Auszeichnung von Sae Tamura als „Tänzerin des Jahres 2026“. Der von den Ballettfreunden Dortmund initiierte Preis umfasst neben einer Urkunde und 5.000 Euro Preisgeld (gestiftet von der Sparkasse Dortmund) eine Skulptur, die an die Tänzerin auf der Dortmunder Opernkuppel angelehnt ist.
Zum furiosen Finale zog das Tempo noch einmal an: Mit einem energiegeladenen Auszug aus „Radio & Juliet“ zu den Klängen von Radiohead entließ das Ensemble die Zuschauer begeistert in die neue Spielzeit.