Wochenende im Zeichen des Klaviers

Zwei Vorträge, ein Konzert und ein Kurs für Pianisten: Am 01. und 02. März finden im Pianohaus van Bremen (Hansastr. 7-11) die „Tage der Klaviermusik“ statt.

 

Mit Carl Phillip Emanuel Bach beschäftigt sich der Vortrag von Michael Rische am 01. März um 16:30 Uhr. Dem Komponisten, der Impulse für das Zeitalter der Klassik gesetzt hat, wird auch musikalisch gehuldigt. Um 18 Uhr findet ein Kozert statt. Neben Rische spielt auch Rainer Maria Klaas. Zu hören wird sein C.P.E. Bach: Concerto für Piano solo C-Dur Wq. 112/1, Largo aus dem Concerto F-Dur für zwei Klaviere Wq.46 und . Concerto d-moll Wq.22 für Klavier und Orchester.

 

Am 02. März wird dem Ausbruch der Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren gedacht. Unter dem Titel „1914 — Klaviermusik am Vorabend des großen Krieges“ werden in einem Vortrag um 14 Uhr auch viele Beispiele von Blanchet bis Prokofjew zu hören sein.

 

Wer sein Klavierspiel verbessern will, hat die Möglichkeit am Sonntag 02. März 2014, 10-13 und 15-18 Uhr am Dortmunder Klavierkurs teilzunehmen. Den Unterricht erteilt Rainer Maria Klaas, Konzertpianist und Dozent an der Robert-Schumann-Hochschule.

 

Wer an dem Kurs aktiv teilnehmen möchte, muss sich anmelden. (60,- Euro). Für Zuhörer an beiden Tagen freier Eintritt, vorherige Anmeldung erwünscht.

 

Mehr Informationen unter http://www.vanbremen.de/veranstaltungen/veranstaltungen.htm

Dort können Sie sich auch das Verhaltungsprogramm herunterladen.




Archaische Szenen

Szenen einer Annäherung  aus dem Musiktheater "Çinka" des Musikers Birol Topaloğlu.
Szenen einer Annäherung aus dem Musiktheater „Çinka“ des Musikers Birol Topaloğlu.

In der neuen Reihe „Szene Istanbul“ am Schauspiel Dortmund präsentierte der Musiker Birol Topaloğlu am 23. Februar 2014 unter dem Titel „Çinka“ Musik und Tanz aus seiner Heimat, der Schwarzmeerküste. Die Kosmologie des lasischen Volkes stand im Mittelpunkt.

 

Çinka“ ist eine Art weiblicher Berggeist, eine sagenumwobene Gestalt der Lasen, einem Volk an der türkischen Schwarzmeerküste,Sie bestimmt das den Kreislauf der Lebens und Vergehens. Topaloğlu führt uns in eine Zeit, bevor der Islam und das Christentum in dieser Region Fuß fasste. Mit seiner Musik und seinen Instrumenten, wie dem Tulum, einer Art Dudelsack, führt er die Zuhörer wie in einer Zeitmaschine um Jahrtausende zurück. Die Musik klingt einerseits fremd, roh und archaisch, dennoch auf eine merkwürdige Art vertraut. Haben unsere Vor-Vorfahren vor 2. 000 Jahren vielleicht ähnliche Musik gehört?

 

Doch Topaloğlu kam nicht allein, er brachte zwei Tänzer sowie einen Beleuchter mit. Die beiden Tänzer verkörperten nicht nur Çinka, die zu Beginn und Ende wie eine riesige Marionette erschien, sondern stellen auch zwei Menschen dar. Die zunächst wie zwei Schmetterlingslarven langsam aus ihren Larven krochen und sich langsam kennenlernten. Die Körbe spielten eine wichtige Rolle in dem Stück. So waren sie beispielsweise Fischerboote und verwandelten sich zum Ende hin zu Grabsteinen.

Im Mittelpunkt standen die beiden Menschen mit ihrer von Beginn bis zum Ende ihres Lebens. Die größte Zeit war durch Arbeit (Fischen, Dreschen des Korns) geprägt. Çinka steht am Anfang und am Ende.

 

Zur Atmosphäre trug der Beleuchter bei, der die dunkle Bühne mit seinem Scheinwerfer effektvoll in Szene setzte. Hinzu kam Bühnennebel, der zusammen mit dem Licht, dem Ganzen eine mythische Ebene hinzufügte.