Zukunftsängste und Liebessehnsucht

Steffen Happel Désirée von Delft Thorsten Schmidt Götz Vogel von Vogelstein
Steffen Happel
Désirée von Delft
Thorsten Schmidt
Götz Vogel von Vogelstein

Mit der Uraufführung von „Ach je die Welt“ am 08. Mai 2015 um 19 Uhr präsentiert das Kinder- und Jugendtheater eines ihrer Beitrag zum Projekt „Industriegebietskinder“. Beim Stück, das Anne Lepper extra für das KJT geschrieben hat, dreht sich alles um zwei Fragen: Werde ich Arbeit haben? Werde ich geliebt?

Kohle ist weg. Bier ist auch nicht mehr der große Arbeitgeber und beim Stahl sieht es ähnlich aus: Arbeitssuchende können schon lange nicht mehr bei Karl Hoesch Arbeit finden. Was passiert also, wenn man die Schule verlässt? Gibt es überhaupt noch Arbeit? Wie finde ich mich in diesem Meer von Möglichkeiten zurecht?

Anne Leppers Stück dreht sich um die drei Jugendlichen Christopher, Tobias und Marc, die Angst haben, zu versagen. Zudem werden sie von der Gesellschaft geprägt: Was musst du haben, um dabei zu sein? Wie musst du aussehen, um Erfolg zu haben? Diese Konditionierung durch die Medien und das Umfeld haben ihre Spuren hinterlassen. Ebenso geht es Marie-Ann, der einzigen weiblichen Rolle im Stück. Sie sehnt sich nach Liebe und bietet den Jungen, als sie 15 Jahre alt wird, ihren Körper an.

Wo sind die Utopien geblieben, fragt das Stück. Stagnation, Ratlosigkeit allerorten. Symbolisiert wird dies durch den „Chor der Sechstklässler“, die quasi eine Kommentarfunktion innehaben.

Auf der Bühne wird der Bambus sehr präsent sein, als Symbol für den gleichnamigen Ort auf dem Phoenix-West-Gelände, der gleichzeitig auch ein Jugendtreff ist.

„Ach je die Welt“ wird viele Bezüge zur Popkultur und Filmgeschichte aufweisen wie beispielsweise „Vertigo“ oder „Metropolis“. Die Musik von Oliver Kostecka unterstützt die Szenerie.

Das Projekt „Industriegebietskinder“ ist ein gemeinsamen Projekt des KJT Dortmund, des Thalia Theaters Halle und des Theaters Strahl in Berlin. Dortmund wird neben „Ach je die Welt“ noch das Stück „Asche unter meinen Docs“, das mit Jugendlichen der Marie-Reinders-Realschule entstanden ist, präsentieren. Am 30. Mai werden in Halle an der Saale alle Stücke präsentiert.

Während die Premiere am 08. Mai bereits ausverkauft ist, gibt es noch Termine am: So, 10. Mai 2015, Mo, 11. Mai 2015, Mi, 13. Mai 2015, So, 17. Mai 2015, Di, 19. Mai 2015, Do, 18. Juni 2015, Fr, 19. Juni 2015, Sa, 20. Juni 2015, So, 21. Juni 2015, Do, 25. Juni 2015 und Fr, 26. Juni 2015.

Weitere Informationen unter http://www.theaterdo.de oder 0231 5027222.

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