XXS – zwei Festivals in einem

Das Dortmunder Kurzfilmfestival XXS feierte 2017 einige neue Premieren. Zunächst wurde mit dem Opernhaus ein neuer Ort gewählt, zum anderen wurde das Corporate Film Festival zum ersten Mal durchgeführt. Ars tremonia war am 07.10. 2017 auf beiden Festivals dabei.

Große Bühne für kurze Filme. Das Opernhaus öffnete seine Pforten und verwandelte sich in ein Festivalzentrum. Im Operntreff fand ab 15 Uhr zum ersten Mal das „Corporate Film Festival“ statt. 10 Unternehmensfilme buhlten um den Preis der Jury. Spannend zu sehen wie unterschiedlich Unternehmen an die Sache herangingen. Von Selbstironie über kurze emotionale Bilder bis hin zu langatmigen „wer wir sind“-Videos. Dem Rezensenten haben die selbstironischen Beiträge (wie beispielsweise von der Berliner Verkehrsgesellschaft) an besten gefallen und anscheinend der Jury auch. Denn „Entdecke die Zeichen“, der Zeitschrift „Unsere Kirche“ spielt mit religiösen Bildern, die vermutlich selbst Athetisten im Kopf haben wie beispielsweise das berühmte Bild vom letzten Abendmahl.

Neuer Spielort - neue Formate: das XXS Kurzfilmfestival präsentiert sich im Dortmunder Opernhaus. (v.l.n.r. Thomas Steffen (DSW21), Annabell Cuvellier (XXS-Veranstaltungsteam), Melissa Tielesch und Tamara Best (Bildrausch e.V.), Ralf Dreisewerd (Kuratorium), Inez Koestel (WAM), Tobias Ehinger (Ballettmanager) und Daniel Poznanski (Kuratorium).
Neuer Spielort – neue Formate: das XXS Kurzfilmfestival präsentiert sich im Dortmunder Opernhaus. (v.l.n.r. Thomas Steffen (DSW21), Annabell Cuvellier (XXS-Veranstaltungsteam), Melissa Tielesch und Tamara Best (Bildrausch e.V.), Ralf Dreisewerd (Kuratorium), Inez Koestel (WAM), Tobias Ehinger (Ballettmanager) und Daniel Poznanski (Kuratorium).

Bei den vier Studentenbeiträgen siegte ostwestfälischer Humor mit dem Beitrag „Der Sprung vom Tellerrand“ der Hochschule OWL.

Um 19 Uhr wurde es Zeit für die 15 Wettbewerbsfilme des Abends. Aus 400 eingesendeten Beiträgen suchten die Kuratorinnen und Kuratoren 15 Beiträge für die Abendveranstaltung aus. Und fast alles Genre waren vertreten: Drama, Humor, Animation zwischen 2 Minuten und 19 Minuten.

Natürlich gab es auch Preise bei XXS: Drei Jurypreise und den Publikumspreis. Die Jury bestand aus Peggy Lukac, Marcel Glauche, Sascha Biskley, Anna Fischer und Yvonne Pferrer.

Den dritten Platz belegte das Drama um Hausgewalt „112-Pizza“. Der belgisch-französische Film variiert die Geschichte, dass eine Frau den Notruf anwählt, aber den Notruf als Pizzabestellung tarnen muss, da ihr gewalttätiger Mann in der Nähe ist.

Platz 2 ging an „Le plombier“. Auch wieder eine belgisch-französische Produktion. Hier dreht sich alles um das Leben im Milieu der Synchronisation von Pornofilmen. Ein sehr schöner Film mit guten Schauspielern.

Gewinner der Jury war aber „Un Etat d‘urgent“, der sich mit dem Thema Angst nach Terroranschlägen beschäftigt. Der deutsche Film spielt in einer französischen Stadt kurz nach den Terroranschlägen in Paris, zwei Soldaten entdecken auf der Patrouille einen herrenlosen Rollkoffer. Plötzlich wird aus einem eigentlich harmlosen Gegenstand eine Bedrohung.

Das Publikum entschied sich dieses Jahr für den Film „Princess“. Der deutsche Film erzählt die Geschichte des 11-jährigen Ole, der zwischen seiner Männlichkeit und seiner Weichheit hin- und hergerissen ist. Als ihn Mitschülerin Davie erwischt, wie er ein Prinzessinenkleid an hat, überredet sie ihn, ihr bei einem Karaoke-Wettbewerb zu helfen.

Moderiert wurde die Abendveranstaltung von Robert Schell und Alina Höngen, zwei Studierende der WAM.

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