Trauer, Dramatik, Hoffnung

Alle Beteiligten haben sich den Riesenapplaus redlich verdient. (Foto: © Müller-Girod)
Alle Beteiligten haben sich den Riesenapplaus redlich verdient. (Foto: © Müller-Girod)

Neben Beethovens Neunter und Gustav Mahlers Achter gehört die 2. Sinfonie des letztgenannten Komponisten sicherlich zu den Höhepunkten der Sinfoniekomposition mit Chor. Zusammen mit Lavinia Dames (Sporan) und Tanja Ariane Baumgartner (Mezzosopran) dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brno sorgten die Dortmunder Philharmoniker mit ihrem Dirigenten Gabriel Feltz für einen Abend, der bis an seine Grenzen ging. Ein Bericht vom 21. Oktober 2015.

Zwei Solisten, ein Chor, ein volles Orchester (darunter zwei Harfen, zehn Hörner, neuen Musiker für das Schlagwerk): Mahler sparte in seiner zweiten Sinfonie nicht an Mensch und Material. An Gabriel Feltz lag es, alle Mitwirkenden aufeinander abzustimmen und wie ein Mischpult für einen ordentlichen Gesamtklang zu sorgen. Und das gelang ihm.

Mahlers Zweite ist dafür bekannt, dass sie in den „apokalyptischen Phasen“ im ersten und vor allem am Ende des fünften Satzes eine enorme Lautstärke erreichen kann, doch sie hat auch ihre leisen und zärtlichen Phasen. Die Stärke von Feltz und dem Dortmunder Philharmonikern ist, dass sie auch bei den piano-Stellen einen guten Klang erzeugen und so für einen Ausgleich sorgen.

Bei einer solchen Sinfonie muss das Orchester in seiner Gesamtheit an ihre Grenzen gehen. Von daher wäre es ungerecht, wenn man einzelne Musiker herausnehmen müsste, doch da die „Pauken und Trompeten“ eine besondere Rolle gespielt haben, sind den Blechbläsern und den Schlagzeugern ein besonderes Lob zu zollen.

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