Tag 3: Internationales Frauenfilmfestival Dortmund/Köln 2017

Lina (Manal Issa) muss ihr Leben selbst gestalten. (Foto: © Frauenfilmfestival)

Der französische Beitrag „Peur de rien“ aus dem Jahr 2015 von Danielle Arbid für den Internationalen Wettbewerb für Regisseurinnen und dem Publikumspreis zeigt den ganz persönlichen Blickwinkel einer jungen Libanesin, die in den 1990er Jahren mit einem Studienvisum nach Paris reist.

Lina (Manal Issa) kommt mit gerade mal 18 Jahren in eine ihr fremde Welt nach Paris. Dort stellen sich ihr viele Herausforderungen, die sie alleine meistern muss. Ob sie vor den sexuellen Belästigungen ihres Onkels flieht, Freunde und Hilfe sucht, die Enttäuschung mit ihrem verheirateten Liebhaber verarbeitet, das richtige Studium für sich findet, oder am Ende mit Hilfe eines Anwaltes den Verlust ihrer Aufenthaltsgenehmigung verhindern muss.

Auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben wird sie auch mit Rassismus und Drogen konfrontiert. Nach und nach wird sie immer selbstsicherer und kämpft für ihre Rechte. Eine beeindruckende Protagonistin und ein von der Musik getragenes Zeitporträt mit auch berührenden Momenten. In Zeiten zunehmender Migration ein Beitrag für ein wenig mehr Verständnis.

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