Szenisches Kaleidoskop der Leidenschaften

Kampf um einen Mann: (v.l.nr.) Marlena Keil, Ekkehard Freye, Caroline Hanke, Merle Wasmuth, Sebastian Kuschmann und Julia Schubert). Foto: © Birgit Hupfeld

Am Samstag, den 08. April 2017 um 19:30 Uhr im Megastore ist Premiere für Joël Pommerats großes Ensemblestück „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ (Deutsch von Isabelle Rivoal) unter der Regie von Paolo Magelli. Der Regisseur ist ist schon durch „Leonce und Lena“ oder zuletzt „Elektra“ in der Dortmunder Theaterszene gut bekannt.

Anders als der Titel vermuten lässt, geht es in diesem Stück nicht um die politische Situation in Korea. Es ist hier ein Synonym für die Unmöglichkeit, beispielsweise die „wahre Liebe“ für die Ewigkeit zu halten. „Das Ziel ist der Weg, und das Ende ist immer eine Niederlage,“ so Magelli. „Das letzte Ende ist der Tod. Unsere Existenz ist Endlich und Leben, Liebe und Leidenschaft auf eine irdische Zeit begrenzt.“

Statt einer geschlossenen Dramaturgie erlebt das Publikum 19 Szenen mit wechselnden Personal. Sie bieten genügend Stoff für zahlreiche große Rollen, die von der Liebe in allen möglichen und unmöglichen Konstellationen handeln,“ erklärte Dramaturg Dirk Baumann. Diese werden in 20 Szenen und über 50 verschiedene Rollen für 10 Schauspieler beleuchtet. Eine große Herausforderungen für das Dortmunder Schauspiel-Ensemble. Erstmals dabei ist das neue Ensemble-Mitglied Christian Freund.

Die Musik für dieses Stück wurde extra vom Musikalischen Leiter des Dortmunder Schauspiels, T.D. Finck von Finckenstein alias Tommy Fincke komponiert.

Pommerat hat das Stück für die große Bühne konzipiert. Das Geschehen auf der Bühne wird nah am Publikum sein. „Auf einer existentialistischen Ebene ist dieses Stück durchaus politisch,“ erläuterte Magelli. Es steht in eine guten Tradition des existentialistischen französischen Theaters und erinnert in den Szenen an große Theaterautoren wie Horváth oder etwa Beckett. Es wechselt die Genres von absurder Komödie mit Leichtigkeit zu einer tief berührender Tragödie.

Die Vorstellung dauert ungefähr 2 Stunden (ohne Pause).

Die Premiere am 08. April 2017 ist schon ausverkauft.

Informationen über weitere Termine erhalten Sie über www.theaterdo.de

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