Ring-Show um das Thema Liebe

Désirée von Delft, Bianka Lammert, Steffen Happel und Götz Vogel von Vogelstein (Foto: ©Birgit Hupfeld)
Désirée von Delft, Bianka Lammert, Steffen Happel und Götz Vogel von Vogelstein
(Foto: ©Birgit Hupfeld)

Wer von uns kennt es nicht? Die Unsicherheit und Verwirrung, wenn wir zum ersten Mal verliebt sind und total neben uns stehen. Oder die Angst vor dem „ersten Mal“. Wie verhalte ich mich richtig? Um das Verliebtsein, die Liebe und das erste Mal geht es in dem Lust-Spiel „Scharf!“ von Klaus Schuhmacher. Die Haus-Regisseurin im Kinder-und Jugendtheater (KJT) Antje Siebers ging das Lust-Spiel offen, unverkrampft und mit Humor an.

Bei der Premiere von „Scharf!“ am 27. September 2013 im KJT erwartete die Zuschauer in der Mitte der Bühne eine mit buntem Würfelmuster besetzter Show-Ring. An den Wandseiten boten Leinwände die Möglichkeit, das spätere Geschehen visuell passend zu begleiten. Erhöht an der Vorderseite waren vier freie schwarze Sitze zu sehen. Links daneben gab die Spielleiterin und Musikerin Bärbel schwarz in verschiedenen fetzigen Outfits den Takt auf ihrem Schlagzeug oder den Gitarren an. Wie bei einem Boxkampf schickte sie die Schauspieler mit einem Gong in die verschiedenen „Runden“.

Desirée von Delft (Anne), Bianka Lammert (Pia), Götz Vogel von Vogelstein (Christian) und Steffen Happel (David) mussten dabei viel Flexibilität an den Tag legen.

Die Vorstellung bewegte sich nämlich auf verschiedenen Ebenen. Ersten spielten sie in ihren Rollen mit deren Empfindungen. Pia und David spielten daneben noch die „Coaches“ von Anne und Christian. Sozusagen als „innere Stimme“. Außerdem spielten alle Vier auch noch sich selbst. Mit einer Kamera Zeigen sie gnadenlos und mit Ironie auf ihre kleinen Makel und begrüßen einzelne Zuschauer im Raum.

 

Die größte Verwandlung gelingt ihnen aber als die vier alten „Weisen“, Mit speziellen Masken sitzen sie mit karierten Decken auf den vier Sesseln an der Vorderseite und sinnieren vor dem Hintergrund einer Berglandschaft (auf der Leinwand) mit humorvollem Augenzwinkern über ihr früheres Liebesleben.Vom erstes kribbeln im Bauch, Unsicherheit und Bauchgrimmen, der erste Sex, Verhütung, Angst vor Schwangerschaften bis hin zum Thema Homosexualität wird alles angesprochen.

 

Das Thema Selbstbewusstsein spielt bei der Vorstellung eine große Rolle. Im laufe des Abends werde die Personen selbstbewusster und schmeißen die bestimmende Spielleiterin kurzzeitig sogar raus. Den Schauspielern kann man beim Lust-Spiel die Lust am Spielen anmerken. Ein paar von den Schauspielern gesungene Songs unterstreichen das Geschehen auf der Bühne.

 

Fazit: Liebe ist etwas Schweres aber auch sehr Schönes. Ohne sie wäre die Welt nicht nur um einiges langweiliger und ärmer, sondern die Menschheit würde auch aussterben. Zu jeder Zeit haben die Menschen dabei die gleichen Ängste und es gibt keine Patent-Rezepte für ein glückliches, erfolgreiches Liebesleben. Das mögliche Scheitern ist inbegriffen, aber es lohnt sich immer wieder, offen zubleiben und sich auf eine neue Liebe einzulassen.

 

Das Ensemble wurde mit viel Applaus vom Publikum belohnt.

 

Weitere Termine 29. September 2013, 30. September 2013, 06. Oktober 2013, 07. Oktober 2013, 08. Oktober 2013, 09. Oktober 2013, 10. Oktober 2013, 08. November 2013, 17. November 2013, 19. November 2013, 20. November 2013, 21. November 2013 und 22. November 2013.

 

Karten unter 0231 5027222 oder www.theaterdo.de.

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