Rechtsextremismus im Spiegel der Jugend

Die Schülerinnen udn Schüler verarbeiteten auch die Judenverfolgung im Dritten Reich.
Die Schülerinnen udn Schüler verarbeiteten auch die Judenverfolgung im Dritten Reich.

Im Rahmen der Reihe „Kunst im Glas“ ist vom 27. Mai bis 15. Juni 2014 eine besondere interaktive Ausstellung unter dem Titel „Rechtsextremismus im Spiegel“ auf der U2_Kulturelle Bildung im Dortmunder U. Traurige Aktualität hat das Thema Rechtsextremismus gerade wieder nach den Europa-und Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 in Dortmund erlangt. Vor dem Rathaus haben etwa 25 Anhänger der Partei „Die Rechten“ am Abend der Wahl randaliert und versucht, sich gewaltsam Zugang zum Rathaus zu verschaffen.

 

Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Hörder Goethe-Gymnasiums haben in fünf Gruppen während des letzten Schuljahres gemeinsam mit der U2_Kulturelle Bildung und unter Projektleitung der Lehrer Katharina Miekley und Fabian Schlücking die Ausstellung entwickelt. Unterstützt wurden sie außerdem tatkräftig von dem Filmer der U2, Sebastian Salanta.

Das Goethe-Gymnasium darf sich mit Stolz „Schule gegen Rassismus – und Schule mit Zivilcourage“ nennen.

In dem Projektkurs war das Thema vorgegeben. Die Jugendlichen untersuchten verschiedene Aspekte von Rechtsradikalismus wie etwa Judenverfolgung und Widerstand gegen die Nazis. Auch aktuelle Formen des Rechtsradikalismus in Dortmund, so zum Beispiel beim BVB oder in Form von Werbe- und Propagandamaterial wurde unter die Lupe genommen. Dabei spielen der Einsatz von modernen neuen Medien wie Video-Filme und die Möglichkeit interaktiven Recherche für die Besucher/innen, eine wichtige Rolle.

 

Der Schulleiter des Gymnasiums, Christof Nattkemper freute sich, dass die U2_Kulturelle Bildung eine außerschulische Plattform für die jungen Leute bietet, um sich mit weiterreichender Wirkung in die Stadtgesellschaft künstlerisch mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander zu setzten.

„Der Projektkurs ist so eine Art Jahresarbeit mit Außenwirkung“, so Nattkemper.

 

Kurt Eichler, Leiter des Dortmunder U und der Kulturbetriebe erklärte: „Es ist ein wichtiges Anliegen der U2_Kulturellen Bildung, Kindern-und Jugendlich diese Plattform zu bieten und dabei spielt neben den traditionellen Kunstformen vor auch der Einsatz moderner Medien eine bedeutende Rolle.“

Neben alten Werbe-und Propaganda Material aus der Zeit des Nationalsozialismus vom Dortmunder Stadtarchiv, haben die Schüler selbst aktiv Befragungen von BVB-Fans zu dem Thema vorgenommen. Das interessante Ergebnis kann von den Besuchern mit Kopfhörer und Videobild verfolgt werden.

Berührend ist vor allem eine Video-Sequenz, bei der Ingeborg Nieswand vom Dortmunder Sprechchor über das Schicksal ihres Bruders, einem Mitglied der Widerstandsgruppe „Die Edelweißpiraten“ in Dortmund berichtet. Diese mutige Widerstandsgruppe hat in unserer Stadt, wie sich auch Inge Nieswand wünscht, eine größere Beachtung verdient!

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