Positive Bilanz beim Projekt „Kulturagenten für kreative Schulen“

Im Dortmunder Kulturbüro gab es am 12.04.2018 ein Bilanztreffen für die Fortsetzung des bundesweiten Programms „Kulturagenten für kreative Schulen“. Es war eine Initiative des Bundes und der Stiftung Mercator.

Dieses Projekt war 2011 zunächst für vier Jahre in fünf Bundesländern, darunter auch NRW, erfolgreich gestartet. Ziel des Programms war es, bei Schülerinnen und Schülern Neugier und Kenntnisse für Kunst und Kultur zu wecken. Außerdem sollten Reflexionsprozesse über die Möglichkeiten von Kunst und Kultur angestoßen werden.

Kulturagentinnen und Kulturagenten initiierten erfolgreich kulturelle Angebote und bauten zusammen mit Schulen in den Städte ein Netzwerk und Kooperationen mit verschiedenen Kulturinstitutionen auf. Dazu gehörten unter anderem die Theatersparten in Dortmund, das Konzerthaus, das Museum für Kunst und Kulturgeschichte oder die DASA.

Barbara Müller ist die Kulturagentin für das Netzwerk Dortmund. In der der zweiten Förderperiode seit 2016 konnten in hier bislang 21 Kunst- und Kulturprojekte an drei Schulen realisiert werden.

Hoffen auf eine Fortführung des Kulturagenten-Programms: (v.l.n.r.) Christian Hartwig (Kulturbeauftragter der Gesamtschule Scharnhorst), Svenja Pfeiffer, (Kulturbeauftrage Anne-Frank-Gesamtschule), Barbara Müller (Kulturagentin), Martina Bracke (stellv. Leiterin Kulturbüro), Rike Ahle (Kulturbeauftrage Reinoldi-Sekundarschule).
Hoffen auf eine Fortführung des Kulturagenten-Programms: (v.l.n.r.) Christian Hartwig (Kulturbeauftragter der Gesamtschule Scharnhorst), Svenja Pfeiffer, (Kulturbeauftrage Anne-Frank-Gesamtschule), Barbara Müller (Kulturagentin), Martina Bracke (stellv. Leiterin Kulturbüro), Rike Ahle (Kulturbeauftrage Reinoldi-Sekundarschule).

Die beteiligten Schulen sind die Anne-Frank-Gesamtschule, die Gesamtschule Scharnhorst und die Reinoldi-Sekundarschule. Das sind vor allem auch Schulen in sozialen Brennpunkten. Die Kinder bekommen von ihrem elterlichen Umfeld im kulturellen Bereich nicht viel mit.

Die Kulturbeauftragten dieser Schulen waren beim Pressegespräch anwesend und berichteten von dem großen Engagement der Schulen und ihrer Schüler.

Es wurde deutlich, wie wichtig diese Projekte für das Selbstbewusstsein und Selbstverständnis der Schüler ist. Wie alle betonten, ist es schon ein riesiger Unterschied, ob ein Lehrer der Schule etwas über Kunst und Kultur erzählt und mit ihnen arbeitet oder eben ein Profi.

Es ist eine Art „Persönlichkeitsbildende Maßnahme“, so Müller. Sie bietet den jungen Menschen zudem die Möglichkeit, sich mit der Stadt auseinander zu setzten.

Wichtig ist es, die Ergebnisse der Projekt in den verschiedenen Bereichen wie Schauspiel, Kunst, Musik oder Tanz auch der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Im Rahmen „50 Jahre Scharnhorst Ost“ am 01.Juli 2017 präsentierte sich unter dem Motto „Scharnhorst tanzt“ eine Tanz-AG der örtlichen Gesamtschule unter der professionellen Leitung von Joeri Burger erfolgreich dem Publikum.

Aktuell werden auch Workshops für Lehrerinnen und Lehrer angeboten um auch sie zu qualifizieren.

Im Juni 2018 ist geplant, die Arbeiten aller drei Schulen des Schulnetzwerkes in Dortmund zu präsentieren. Zu einem späteren Zeitpunkt mehr darüber.

Nun müssen wir ein nicht so erfreuliches Thema ansprechen: Die Finanzierung im nächsten Jahr und die Zukunft des wichtigen Projekts und der Kulturagenten. Das bisher genehmigte Kunstgeld fällt zum Beispiel im nächsten Jahr aus. Wie geht es mit den Kulturagenten weiter?

Lösungen und Antworten werden noch gesucht.

Print Friendly, PDF & Email

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

WP Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com