Margarita Feinstein – Chopin und jüdische Komponistinnen

Klavier & Flügel Maiwald hat am Samstag, den 07.10.2017 in Kooperation mit den Theater- und Konzertfreunden Dortmund zum zweiten Mal ein Foyer-Konzert organisiert. Mit der in der Ukraine geborenen und in Kamen lebenden Pianistin Margarita Feinstein luden sie unter dem Motto „Musikalische Blumen, die das Herz berühren“ zu einem Klavier-Nachmittag in das Dortmunder Konzerthaus ein.

Das zweigeteilte Programm bot auch viel Klavierklänge voll starker Emotionalität und Sensibilität.

Der erste Teil war ganz dem Komponisten und Pianisten Frédéric Chopin (1810 – 1849) und seiner emotionalen Kompositionen, die dem Klavier so eine Fülle von verschiedenen musikalische Stimmungen entlocken kann.

Die Klavierstücke verdeutlichten die Bandbreite der Emotionen, die Chopin zu entfalten vermochte. Die Pianistin spielte die romantisch- melancholische Melodien der Etüde: Nr. 1 op. 10 C-Dur, Preludes: Nr. 18 c-moll, Nr. 22 g-moll, Nr. 7 A-Dur, oder beispielsweise auch das temperamentvoll-aufwühlende Scherzo h-moll Op. 20 mit Sensibilität und gleichwohl kraftvoller Intensität.

Margarita Feinstein präsentierte ein außergewöhnliches Programm. (Foto: © Gerhard Stranz)
Margarita Feinstein präsentierte ein außergewöhnliches Programm. (Foto: © Gerhard Stranz)

Nach der Pause spielte Feinstein Werke von sechs nicht so bekannten , aber äußerst interessanten Komponistinnen. Deren musikalische Zeitspanne reicht von der Vorromantik bis heute. Bemerkenswert dabei ist, dass es sich nicht nur um weibliche, sondern auch um jüdische Komponistinnen handelt. Diese mussten damal entweder aus Nazi-Deutschland flüchten, oder sind deren Nachfahren.

Ihre Musik ist einerseits von ihrer europäischen Tradition und tiefer Emotionalität, andererseits einer gelungenen Mischung aus traditioneller und zeitgenössischer Technik geprägt.

Bei Maria Szyimanowska (1789 – 1831) sind Einflüsse von Chopin zu erkennen. Zeitgenössische Technik und Einflüsse aus Japan prägen Tsippi Fleischer (geb. 1946) und Jekaterina Tschemberdschi (geb. 1960). Besonders rasant und mitreißend waren die beiden letzten Kompositionen von Ludmilla Dzulieva und Ludmila Zhbinskayas.

Die hervorragende Pianistin verdeutlichte dem Publikum eindrucksvoll: Frauen können sehr wohl innovative und starke Komponistinnen sein!

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