Leicht bearbeitetes „Fantasia“ konnte überzeugen

 

Ist und bleibt beeindruckend: Der Drache aus "Fantasia". (Foto: ©Bettina Stöß)
Ist und bleibt beeindruckend: Der Drache aus „Fantasia“. (Foto: ©Bettina Stöß)

Xin Peng Wang hat zur Vorweihnachtszeit sein Erfolgsballett „Fantasia“ leicht bearbeitet und wieder zur Aufführung gebracht. Das märchenhafte Spektakel zog erneut die großen und kleinen Besucher in ihren Bann. Ars tremonia sah sich die Vorstellung vom 15.12.2013 an.

 

Was hat sich geändert im Vergleich von vor zwei Jahren? Die Geschichte bliebt die gleiche, die Kitzelmänner haben wieder ihren Auftritt und der drei Meter große, beeindruckende Drache spuckt immer noch Feuer. Das Märchen, geschrieben von Christian Baier, dreht sich um die Geschichte zweier Kinder, die an den Rollstuhl gefesselt sind. Während Alicia gegen das Schicksal ankämpft und mit Hilfe der Fee der Zuversicht versucht, ihren Traum vom Tanzen zu realisieren, verwandelt sich Florian frustriert in ein Monster. Am Ende zeigt Alicia Florian, was alles mit der Macht des Traumes und Mut möglich ist.

 

Vor allem das Bühnenbild von Frank Fellmann mit dem bedrohlichen Märchenwald ist extrem gut gelungen. Hier begegnet Alicia fremden, merkwürdigen Wesen: Irrlichtern, den erwähnten Kitzelmännern und bedrohlichen Vogelwesen. Nur die Baumwesen fielen der Neufassung zum Opfer.

 

Ein weiteres Beispiel der Kunst von Fellmann: Als Alicia in die vermeintliche Tanzschule von Dr. Zaponetti kommt, verwandelt sich die Bühne in eine Art Frankensteins Labor. Tänzer werden in überdimensionalen Reagenzgläsern gefangengehalten, die von der Fee der Zuversicht befreit werden. Danach kommt es zum Höhepunkt von „Fantasia“: Der Kampf mit dem Drachen.

Die Musik von Modest Mussorgski passt ideal zum Stück, obwohl es aus verschiedenen Werken des russsichen Komponisten stammt. Die Dortmunder Philharmoniker unter der Leitung von Philipp Armbruster machen einen guten Job.
Fazit: Xin Peng Wang hat sein eigenes Werk noch einmal bearbeitet und etwas gestrafft, die Kernelemente aber behalten. Somit bleibt das Ballett-Märchen „Fantasia“ eine Empfehlung in der kalten und grauen Jahreszeit.

Die weiteren Termine:So, 22. Dezember 2013, Mi, 25. Dezember 2013, So, 29. Dezember 2013, Sa, 04. Januar 2014, Fr, 10. Januar 2014, Sa, 18. Januar 2014, Sa, 25. Januar 2014 und Fr, 07. Februar 2014.

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