Keine Grenzen beim Musikfestival Klangvokal

Elsa Dreisig wird beim Abschlusskonzert "Von Wien nach New York" singen. (Foto: © Camilla Storvollen)
Elsa Dreisig wird beim Abschlusskonzert „Von Wien nach New York“ singen. (Foto: © Camilla Storvollen)

Zum 8. Mal findet in Dortmund das Festival Klangvokal statt. Unter dem Titel „grenzenlos“ erklingen vom 13. Mai bis zum 12. Juni 2016 25 Konzerte aus den Genres Klassik, Jazz und Weltmusik. Musik aus 30 Ländern wird zu hören sein. Die passenden Veranstaltungsorte sind neben den Dortmunder Kirchen das Konzerthaus, das Orchesterzentrum und das domicil. Im Westfalenpark freuen sich die Menschen erneut auf das A-capella-Festival, ein weiterer Höhepunkt das das große Fest der Chöre am 04. Juni mit über 150 Chören.

Klangvokal möchte Grenzen überschreiten, seien es kulturelle oder Genres. Daher gibt es im Programm einige Konzerte, die die eingefahrenen Wege verlassen und mischt beispielsweise Barock mit Pop oder mit nordeuropäischen Anklängen. Eine weitere Besonderheit ist, dass viele Künstler zum ersten Mal in Deutschland spielen oder ihr Programm exklusiv in Dortmund aufführen. So wird der vierte Akt von Puccini „Edgar“ zum ersten Mal in Deutschland zu hören sein. Ein weiterer Höhepunkt aus dem Bereich Oper und Operette ist das Abschlusskonzert „Von Wien nach New York“ am 12. Juni im Konzerthaus. Es präsentiert eine bunte Mischung aus der italienischen Oper, der Wiener Operette und dem amerikanischen Musical.

Doch das Festival Klangvokal ist wegen eines anderen Schwerpunktes weit über Dortmund hinaus bekannt: Die Alte Musik. Barockmusik trifft auf Pop und Weltmusik. So beim „Meer der Erinnerungen“ am 29. Mai in der Marienkirche wenn traditionelle Mittelmeermusik und Barockmusik von Cavalli und Rossi erklingen. Poppig wird’s bei „Mine meets Monteverdi“ am 03. Juni im domicil, wenn Popsängerin Mine und Sopranistin Robin Johannsen Monteverdi neu interpretieren.

Aber auch Barockmusik „pur“ darf nicht fehlen: Am 10. Juni geht das Publikum mit der „Cappella Mariana“ in der Marienkirche auf Entdeckungsreise in die osteuropäische Vokalmusik um 1500. Das Barockoratorium „Nabucco“ von Michelangelo Falvetti eröffnet das Klangfestival am 13. Mai in der Reinoldikirche. Für dieses Konzert werden extra die Renovierungsarbeiten an der Kirche unterbrochen.

Wenn ein Motto „grenzenlos“ heißt, kann der Besucher sich auf Musik aus unterschiedlichen Regionen freuen. Weltmusik ist ein wichtiger Bestandteil von Klangvokal. Die „Songs aus Thessaloniki“ am 14. Mai im domicil erzählen vom reichen kulturellen Erbe der griechischen Hafenstadt, die ein Schmelztiegel der Kulturen war.

Persische Liebeslieder werden am 18. Mai in der Marienkirche von Alireza Ghorbani angeboten, ebenfalls dort gibt Magam-Sänger Alim Qasimov aus Aserbaidschan am 25. Mai ein Konzert.

Das domicil ist Schauplatz für Jazz (20. Mai), Tango (27. Mai) und kubanische Musik (11. Juni).

Neben den bereits erwähten A-capella-Festival im Westfalenpark und dem Fest der Chöre gibt es weitere spannende Chormusik beim Klangvokal. Ein Höhepunkt ist sicher das Sonderkonzert „De profundis“ des Dortmunder (eigentlich Hörder) Komponisten Daniel Friedrich Eduard Wilsing. Fünf Chöre werden das Konzerthaus am 11. Juni gemeinsam mit den Dortmunder Philharmonikern zum Klingen bringen.

Die Preise für die Konzertkarten liegen in der Regel zwischen 10 und 30 Euro. Der Kartenvorverkauf ist bereits gestartet. Weitere Infos zum Programm und zu den Konzertkarten gibt es unter www.klangvokal.de

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