Jugendstück über Ego Shooter

(v.l.n.r.) Bianka Lammert, Richard Barenberg, Götz Vogel von Vogelstein und Rainer Kleinespel. (Foto: ©Birgit Hupfeld)
(v.l.n.r.) Bianka Lammert, Richard Barenberg, Götz Vogel von Vogelstein und Rainer Kleinespel. (Foto: ©Birgit Hupfeld)

Am 28. Februar 2014 hat das Stück „First Person Shooter“ von Paul Jenkins deutschsprachige Erstaufführung im Kinder- und Jugendtheater. Hier geht um Fragen wie: Gibt es Schnittstellen von Shooterspielen und Drohnenkrieg und kann man noch virtuelle und reale Welt unterscheiden? Empfehlenswert ist das Stück ab 14 Jahren.

 

In der Geschichte geht es um Adrian, kurz Ade genannt, der gerne stundenlang in seine virtuelle Spielewelt der Ego Shooter abtaucht. Seine ratlose Mutter Maggie bittet ihren Arbeitskollegen Tom um Rat. Maggie arbeitet als Managerin in einem Unternehmens, die ein Wärmesensor-Steuersystem für den Bahnverkehr entwickelt hat. Doch auch das Militär hat Interesse an diesem System.

 

Eine neue Erfahrung für die Regisseurin Johanna Weißert. Sie hat sich zusammen mit ihrem Sohn mit dieser Art von Spielen auseinandergesetzt. Letztendlich geht es ihr aber nicht um eine eindeutige Botschaft zu vermitteln wie „Ego Shooter sind böse“ oder „Ego Shooter sind harmlos“. „Dieses Stück soll vor allem zur Diskussion anregen“, so Weißert.

 

Im Stück wird der sogenannte Tunnelblick thematisiert, den Spieler bekommen, wenn sie hochkonzentriert das Spielgeschehen verfolgen. Auf der Bühne des KJT wird er Realität: Ade wird in einer Szene buchstäblich in diesen Tunnel gesogen und seine Mutter versucht, ihn zu befreien. „Diesen Tunnelblick gibt es natürlich auch bei Leuten, die hochkonzentriert arbeiten“, erklärte die Regisseurin, die noch verriet, dass sehr viele Videos zu sehen sind.

 

Für die Premiere am 22. Februar gibt es noch Restkarten, weitere Termine: 02. März sowie 01. bis 06. März.

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