Highlights der Dortmunder Sammlung im U

Gastkurator Gerhard Langemeyer vor Werken von Max Beckmann. (Foto: © Anja Cord)
Gastkurator Gerhard Langemeyer vor Werken von Max Beckmann. (Foto: © Anja Cord)

„Keine Meisterwerke mehr“, sangen Tocotronic auf ihrem Album „Schall und Wahn“. Doch das Dortmunder U weiß es besser. Es präsentiert Meisterwerke des 19. und frühen 20. Jahrhunderts aus den städtischen Sammlungen. Die Ausstellung ist in der 6. Etage bis zum 9. August zu sehen.

Die Ausstellung „Meisterwerke im Dortmunder U – Caspar David Friedrich bis Max Beckmann“ zeigt mehr als 140 Gemälde, 40 Graphiken und 15 Skulpturen aus zwei Jahrhunderten. Die Dortmunder Gemäldesammlung überrascht mit populären Namen: Caspar David Friedrich, Carl Spitzweg, Anselm Feuerbach, Hans Makart, Hans Thoma, Franz von Lenbach, Arnold Böcklin und Franz von Stuck stehen für die Malerei des 19. Jahrhunderts. Max Slevogt, Lovis Corinth, Max Liebermann, Christian Rohlfs, August Macke, Franz Marc, Erich Heckel, Otto Mueller, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Alexej von Jawlensky, Oskar Kokoschka und Max Beckmann gelten als Künstler der Klassischen Moderne. Zum ersten Mal wird die Sammlung der Stadt, ergänzt durch Leihgaben aus Privatbesitz, dem Osthaus-Museum in Hagen, sowie der Nationalgalerie Berlin gezeigt.

Der Kurator der Ausstellung ist kein Unbekannter. Dr. Gerhard Langemeyer, Kunsthistoriker, Kulturdezernent und Kämmerer, war Oberbürgermeister von 1999 bis 2009. Als ehemaliger Leiter des Museums für Kunst- und Kulturgeschichte hofft er, „dass die Dortmunder stolz sind auf die im Laufe der Jahre zusammengetragene Sammlung. Ich habe das Thema, die Qualität der Sammlung der Stadt sichtbar zu machen, in den letzten Jahrzehnten immer im Auge behalten.“ Werke dieser Künstler sollten den Grundstein legen für eine Dortmunder Gemäldegalerie, für die man in den 1930er-Jahren einen Neubau plante, der jedoch wegen des Zweiten Weltkrieges nicht ausgeführt werden konnte.

In der Ausstellung wird der Bogen von der Romantik zum Expressionismus geschlagen.

Beispielhaft zeigt ein Raum einen Querschnitt durch Christian Rohlfs Werke. Von der klassischen Malerei über den Pointilissmus bis zu expressionistischen Bildern ist die Vielfalt der klasssichen Moderne erlebbar. Um diese und auch folgende Ausstellungen auf der Sonderfläche in der 6. Etage adäquat zu hängen wurde die Etage umgebaut. Der Umbau durch Gerber Architekten verleiht dem Ausstellungsraum eine größere Offenheit und erhöht die Gestaltungsmöglichkeiten bei der Hängung.

Nicht nur Bilder sind zu sehen: Etliche Skulpturen des Hörder Bildhauers Bernhard Hoetger werden gezeigt und eine Skulptur des Dortmunders Benno Elkan zeigt den Kunsthändler und Förderer avantgardistischer Kunst Alfred Flechtheim

Besonders stolz sind die Macher der Ausstellung auf die Mappenarbeiten der Brücke, dieses sind als Jahresmappen konzipierte Zusammenstellungen zum Dank für passive Mitglieder der „Brücke“. Die Ausstellung macht großen Spaß, das weiche Licht der Oberlichter lässt die Bilder strahlen. Auch in den wenigen abgedunkelten Räumen herrscht eine entspannte, nicht zu „elitäre“ Stimmung.

Öffnungszeiten:

Dienstag und Mittwoch 11 bis 18 Uhr
Donnerstag und Freitag 11 bis 20 Uhr
Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr

Eintrittspreis: 6 € / ermäßigt 4 €

 

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