Expressive Farbigkeit

Sabine Wolf vor ihrem Bild "Südtribüne 1".
Sabine Wolf vor ihrem Bild „Südtribüne 1“.

Die Artothek der Stadt- und Landesbibliothek zeigt bis zum 19. Mai 2015 die Ausstellung „Eine fast schöne neue Welt“ von Sabine Wolf. Die Künstlerin, die seit 1999/2000 malt, verbindet in ihren Bildern Motive aus Natur, Sport und den neuen Kommunikationsmitteln.

Schwarzgelbe Massen auf der Südtribüne des Westfalenstadions. Fahnen und Banner werden zur Unterstützung der Mannschaft geschwenkt. Diese Atmosphäre hat Sabine Wolf in ihren beiden Bildern Südtribüne 1 und Südtribüne 2 festgehalten. Dabei arbeitet sie nicht naturalistisch, sondern sie benutzt dafür den selbst gewählten Begriff „expressive grafische Malerei“, die grafische und malerische Elemente verbindet. So sind keine Gesichter auf dem Bild der Südtribüne zu erkennen, aber die besondere Spannung des Fußballspiels und der Fanmassen ist spürbar.

Durch die Abstraktion erreicht Wolf natürlich, dass der Bildinhalt nicht eindeutig ist. „Ich finde es wichtig, dass der Betrachter sich eine eigene Interpretation der Bilder schafft“, so die Künstlerin, die ihre zehn ausgestellten Bilder in Acryl malte.

Ein weiteres Thema neben Sport ist die Beziehung von Natur und moderner Kommunikation. Das sieht Wolf nicht generell als etwas Gegensätzliches, sondern es gehört zur gesellschaftlichen Entwicklung. In den beiden Bildern „Social Community“ beispielsweise verschwindet die gesendete Kommunikation buchstäblich in Luftblasen. In „Social Community 1“ greift die Künstlerin auch auf die Kollage zurück.

Die Kunstwerke sind hauptsächlich aus den Jahren 2014/15 und bestechen durch ihre Farbigkeit und Formgebung.

Die Artothek hat dienstags und freitags geöffnet von 10 bis 19 Uhr.

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