Besonderer Trip durch die Realitäten

Mit dabei: Friederike Tiefenbacher, Carlos Lobo, T.D. Finck von Finckenstein, Marlena Keil, Uwe Schmieder. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Nach ihrem ersten Live-Animationsfilm „Die Möglichkeit einer Insel“ (2015) im Schauspielhaus Dortmund hat die Medien-Künstlergruppe „sputnic“ mit Designer Malte Jehmlich, Nicolai Skopalik und Nils Voges mit „Der Futurologische Kongress. Aus Ijon Tichys Erinnerungen“ von Stanislaw Lem (1971) nun ein neues Live Animations Cinema-Abenteuer entwickelt. Die Premiere ist am 11.06.2017 um 19:30 Uhr im Megastore.

Der russische Wissenschaftler und philosophische Essayist Stanislaw Lem (1921 – 2006) hat schon in den siebziger Jahren des letzten Jahrhundert moderne Entwicklungen in unserer Zeit vorweg genommen, ohne das sie so beim Namen genannt werden.

Seine Lieblingsfigur ist der SF-Sternenfahrer Ijon Tichy. Im Rahmen eines „Futurologischen Weltkongresses“ und den während der gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Hauptstadt Costricanas kommen ihm und seinem Freund Trottelreiner ein schlimmer Verdacht. Setzt das Militär glücksbringende psychtrope Gase ein als Kampfmittel ein? Es beginnt eine Reise durch verschiedene Zeiten und Realitätsebenen. Was ist Wirklichkeit, was ist Täuschung? Die Künstlergruppe unter der Regie von Nils Voges haben sich der Herausforderung der vielen Realitäten durch eine Weiterentwicklung der Animations-Platten sowie den Einsatz verschiedener Darstellungsformen Rechnung getragen. So werden dieses mal neben Live-Animationen, Live Musik von Tommy Finke, Live Comics, Puppenspiel und Schauspiel je nach Realität eingesetzt. In einer Runde werden neben einem Tisch für den Soundtrack von T. Finke drei Tische für die vier SchauspielerInnen für ihre Cut-Arbeit, Animations-Platten (keine Plexiglasplatten, sondern jetzt Holzplatten) bereit stehen. Das bedeutet, das an einem Tisch zwei Schauspieler zusammen sitzen.

Das sorgt für mehr Dynamik.

Die Bewegungsabläufe werden durch Vordergrund-und Hintergrundstrukturen der Animatios-Platten noch genauer erkennbar. Es werden verschieden verschiedene Charaktere von den Schauspielern dargestellt und die einzelnen Figuren werden entwickelt. Äußerliche Ähnlichkeiten zwischen den lebenden Schauspielern und den Figuren auf den Platten sind von der Charakter Designerin Julia Zejn bewusst gewollt. „Im Unterschied zur „Die Möglichkeit einer Insel“ arbeiten wir jetzt mit mehr Farbe“, verriet der Regisseur Nils Voges.

Die Premiere ist schon ausverkauft.

Weitere Termine und Informationen erhalten Sie unter www.theaterdo.de

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