Ballett-Gala mit kubanischem Flair

Carlos Pinillos und Fillipa de Xastro von National Ballet Portugal. (Foto: © ©Künstleragentur)
Carlos Pinillos und Fillipa de Xastro von National Ballet Portugal. (Foto: © ©Künstleragentur)

Tanz auf höchstem Niveau: Die 18. Internationale Ballettgala am 05. und 06. Oktober bot erneut ein Tanzspektakel mit unterschiedlichen Stilen. Mit Xu Yan und Sun Ruichen erwartete die Gäste sogar eine Prise chinesischer Exotik. Moderiert wurde die Gala in gewohnter Manier von Hannes Brock.

Der Star des Abends war aber ohne Zweifel der Kubaner Osiel Gouneo. Seine Bewegungen, Drehungen und Sprünge sorgten für großen Beifall beim Publikum. Zwar war sein Solo im Stück „Actéon“ sehr kurz, doch er kam nach der Pause zum „Grand Pas de deux aus Don Quixote“ mit Ersatztänzerin Maria Yakovleva vom Wiener Staatsballett wieder. Nach ersten kleinen Unsicherheiten harmonisierte das neu gebildete Paar perfekt.

 

Es war ein absoluter Gewinn, dass manche Paare neben einem klassischen Tanz auch einen modernen Tanz zeigten. So erhielten Adiarys Almeida und Joseph Gatti vom Boston Ballet nicht nur stürmischen Applaus für die Grand pas de deux, sondern auch für ihren modernen Tanz in „Nothing“.

 

Eine Tanzperformance mit Live-Musik erlebten die Zuschauer bei „Agony and Ecstasy“ in einer Choreographie von Monica Fostescu-Uta, die ihr Stück zusammen mit Stephen King tanzte. Dabei wurden die beiden Tänzer live am Klavier begleitet durch den rumänischen Komponisten Teo Milea. Zwei riesige Laken in weiß und roten symbolisierten die Sehnsucht und das Verlangen zweier Liebenden, die aber letztlich unerfüllt bleibt.

 

Mit Video im Hintergrund arbeiteten Filipa de Castro und Carlos Pinillos vom National Ballet of Portugal. Das Stück „Vent“, choreografiert von Pinillos, war ebensfalls sehr modern. Die Gefahr besteht natürlich schon, dass sich der Betrachter zu sehr vom Video ablenken lässt und nicht mehr auf die Bewegungen der Tänzer achtet.

 

Xu Yan und Sun Riuichen vom National Ballet of China brahcten einen Hauch chinesischer Tanzkunst auf die Dortmunder Opernbühne. Bei ihrem ersten Auftritt im „GGRand Pas de deux aus Dornröschen“ blieben sie klassisch-konventionell, erst beim zweiten Auftritt „Changing Faces“ in der Choreographie von Fei Bo und der Musik von Oscar-Preisträger Tan Dun konnten sie sich in mythische Wasserwesen verwandeln.

 

Die Dortmunder Compagnie war auch nicht untätig. Gezeigt wurde neben dem erwähnten „Agony and Ecstasy“„Portrait of Hedwig, Canon 6“ aus dem neuen Programm „Drei Farben: Tanz“, „Cantata“, „Weißer Schatten“ und jeweils zu Beginn und am Ende wurde „Immortal beloved“ aufgeführt, zwei Stücke aus „Feine Jade“.

Eine gelungen Ballettgala, die Spaß auf die neue Spielzeit macht.

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