Ausstellung mit dem Fensterblick

Die Künstlerin Marika Bergmann. Im Hintergrund ist ihr "Fensterbild 2549" zu sehen.
Die Künstlerin Marika Bergmann. Im Hintergrund ist ihr „Fensterbild 2549“ zu sehen.

Die Galerie Torhaus Rombergpark zeigt vom 22. November bis zum 13. Dezember 2015 die Ausstellung „Fensterbilder“ von Marika Bergmann. In ihren Fensterbildern geht der Blick von innen nach außen, er behält aber immer etwas beobachtendes.

Wie oft sehen wir eine Straßenbahn an uns vorbeirauschen. Kurz nehmen wir wahr, dass in der Bahn hinter den Fenstern Menschen sitzen, die aber schnell wieder aus unseren Augenwinkeln verschwunden sind. Doch in diesem Moment hat Bergmann auf den Auslöser gedrückt und präsentiert uns Fotos von Personen (natürlich mit Balken anonymisiert) die mit der Bahn fahren. Die meisten nutzen ihr Smartphone, vermutlich um der Langeweile, die die Fahrten mit sich bringen, zu entkommen.

Die Serie Phoenix wirkt wie analoge Fotografie aus den 60ern. Schwarz/Weiss umgeben von rostigem Stahl, der eine Reminiszenz an die Geschichtete des heutigen Phoenix-Sees ist, da dort früher ein Stahlwerk stand.

Die meisten Bilder wirken dokumentarisch, auch wenn manche wie beispielsweise die beiden Arbeiten „Wartende 1“ und „Wartende 2“ stark digital bearbeitet wurden. Eine Besonderheit in der Ausstellung ist das Tryptychon „Containing I, II, III“. Die drei Bilder bestehen aus einer Collage von Papierschnipseln, die in einem weiteren Schritt übermalt wurden. Ein sehr surreal wirkender Blick aus dem Atelier der Künstlerin in der Nordstadt.

Zu dieser Ausstellung gibt es zwei Sonderveranstaltungen:

1. Performance und Konzert

Sonntag, den 29.11.2015 von 15.00 – 17.00 Uhr

Reihe für Reihe wird die Grafik eines Fensters systematisch, wie durch einen Druckkopf von Marika Bergmann auf orange-farbenem Planenstoff ausgelegt. Es entsteht während der ca. eineinhalbstündigen Musikperformance aus Loops und Klangelementen über Gitarre und Verstärker der Gruppe [MULTER] ein »Fensterbild«.

Untergegangenes, Untergründiges und Unsichtbares – Allgegenwärtiges.

2. Lesung mit Klangperformance

Sonntag, den 06.12.2015 von 15.00 – 17.00 Uhr

Ein eineinhalbstündiger Wort- und Klangbeitrag. Die Künstlerin setzt mit ihren szenischen Kurzgeschichten aus dem U und der Dortmunder Nordstadt ein Pendant zu ihren Bildern. Eine Begegnung mit dem pensionierten Stahlarbeiter Dietrich, der frechen Göre aus der Nordstadt, gefährlichen Ameisen und der mitreißenden Bewegung von wallendem Bier in den modernen Lichtfenstern hoch oben am U. Der Betrachter der Ausstellung »Fensterbilder« erlebt mit der Autorin Marika Bergmann Geschichten und Klang-Stimmungen im Lese-Klang-Projekt von Marika Bergmann und [MULTER].

Musikbeschreibung: Ambient / Drone / Experimental

Instrumentierungsbeschreibung: Gitarre / Verstärker / Fieldrecordings / Synth / Modularsystem

Vorgestellte Anthologien:

Noch mehr Schoten – Neue Geschichten aus‘m Pott

Der Basilikumdrache – Phantastische Geschichten aus dem Ruhrgebiet

Infos: http://www.marikabergmann.de

Öffnungszeiten des Torhaus Rombergparks:

dienstags bis samstags 14 bis 18 Uhr

sonntags und feiertags 10 bis 18 Uhr.

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