Analog ist besser ?!

Fünf Künstlerinnen und Künstler mit analoger Kunst im kunstbetrieb. (Foto: © der kunstbetrieb)

Die Ausstellung „Der Analog“ in der Dortmunder Galerie „der kunstbetrieb“ befasst sich mit dem physischen Akt des Schaffens. Die fünf teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler haben also an ihren Arbeiten selbst Hand angelegt und gemalt, geschweißt und gestaltet. Zu sehen ist der Analog noch bis zum …

Das digitale Zeitalter gebiert virtuelle Welten. Nichts scheint mehr real. Doch die Kunst ist auch ein Hort des analogen Schaffens. Auch wenn Videokünstler und Co. Jetzt meckern werden (tolle Ausstellungen in dem Bereich gibt es oft im HMKV, im Künstlerhaus oder in Kunstverein), für die meisten Menschen ist Kunst ein physisches Schaffen. Der eine malt, die andere modelliert und am Ende entsteht etwas haptisches. Auch wenn der „Engel“ von Almut Rybarsch sich deutlich besser anfassen lässt als die filigranen Skulpturen von Udo Unkel, die scharfkantig und zerbrechlich zugleich wirken.

Analog zu sein bedeutet auch, in gewisser Weise Unikat zu sein. Einmalig also. Denn sie wurden alle aus einem bestimmten Stoff geschaffen, der nicht einfach 1:1 kopierbar ist. Die Farbpigmente, die Anke Droste für ihr Bild „XY“ benutzt hat, sind nur dort vorhanden und sind nicht in 1 und 0 aufgelöst und überall auf der Welt gleichzeitig verfügbar.

Hinzu kommt, dass in der Ausstellung die Werke miteinander in Kontakt stehen. Drostes Horizont wird in den Skulpturen von Unkel aufgenommen, Rybarschs Fisch und Engel stehen nicht nur als Objekt an sich, sondern sind künstlerische Raumteiler, die die Besucher durch die Ausstellung führen.

Hier lenken sie den Weg zu den Installationen von Susanne Grytzka, die Stoffballenhalter künstlerische verfremdet oder zu Mathes Schweinberger, der mit seinen Zeichnungen aus der Dortmunder Nordstadt ein gewisses Heimatgefühl erzeugt.

Insgesamt zeigt die Ausstellung fünf unterschiedliche Positionen, die sich trotz ihrer Verschiedenheit zu einem Ganzen verknüpfen.

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